Schlaganfall

Im Notfall zählt jede Minute: Diese Warnzeichen sollten Sie kennen

Ein Schlaganfall kann jeden treffen – und im Ernstfall kommt es auf jede Minute an. Daher machen das Gesundheitsministerium und Blëtz Asbl zum Welt-Schlaganfall-Tag auf typische Warnzeichen aufmerksam.

Schnelle Hilfe ist bei einem Schlaganfall essenziell

Schnelle Hilfe ist bei einem Schlaganfall essenziell Symbolbild: Magnific

Durchschnittlich vier Menschen erleiden in Luxemburg pro Tag einen Schlaganfall. Zum Welt-Schlaganfall-Tag am 29. Oktober erinnert das Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Verein Blëtz Asbl daran, wie wichtig es ist, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und schnell zu handeln. Denn: Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute.

Wie ein Schlaganfall entsteht

Ein zerebraler Infarkt tritt auf, wenn ein Blutgefäß im Gehirn durch ein Blutgerinnsel verstopft wird (85-90 Prozent der Fälle) oder reißt (10-15 Prozent der Fälle). Dadurch wird ein Teil des Gehirns nicht mehr ausreichend durchblutet und das betroffene Areal kann nicht mehr richtig funktionieren.

Der so entstandene Sauerstoffmangel führt rasant zu Schäden. Deswegen ist es entscheidend, Betroffene so schnell wie möglich in eine spezialisierte Krankenhauseinrichtung („Stroke Unit“) zu bringen, ist auf der Website von Blëtz Asbl zu lesen. Die Wiedereröffnung eines Gefäßes ist laut der Organisation nur innerhalb der ersten drei Stunden möglich.

Bei Verdacht sofort den Notruf wählen

Zu den möglichen Symptomen gehören plötzlich auftretende Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen, Sehstörungen, heftige Kopfschmerzen und Verwirrtheit. Auch Lähmungserscheinungen im Gesicht, einem Arm/Bein oder einer Körperhälfte können auf einen Schlaganfall hindeuten. Dazu kommen eine plötzlich auftretende Muskelschwäche – zumeist einer Hand/eines Beins/einer Gesichtshälfte – sowie Gleichgewichtsstörungen und Schwindel.

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall sollte sofort die Notrufnummer 112 gewählt werden. Je schneller eine betroffene Person medizinisch versorgt wird, desto höher sind die Überlebenschancen und desto besser lassen sich bleibende Schäden begrenzen, betonen Ministerium und Blëtz Asbl in ihrem Schreiben.

Der sogenannte FAST-Test hilft dabei, die wichtigsten Warnzeichen schnell zu erkennen:

  • Face (Gesicht): Bitten Sie die Person, zu lächeln. Hängt eine Gesichtshälfte herab?
  • Arm: Bitte Sie die Person, beide Arme anzuheben. Hat sie Schwierigkeiten? Sinkt ein Arm nach unten?
  • Speech (Sprache): Bitten Sie die Person, einen simplen Satz nachzusprechen. Spricht sie verworren oder ungewöhnlich?
  • Time (Zeit): Erkennen Sie eines dieser Symptome, wählen Sie sofort und ohne zu zögern die 112.

Schlaganfällen vorbeugen

Um Schlaganfällen vorzubeugen, empfiehlt das Ministerium einen gesunden Lebensstil. Blutdruck und Cholesterinspiegel sollten regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden. Zudem sollte auf Alkohol und Tabak verzichtet werden. Auch eine ausgewogene, salzarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie regelmäßige körperliche Aktivität tragen zur Vorbeugung bei. Darüber hinaus können Stressreduktion und guter Schlaf die Gesundheit langfristig schützen.

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