„Prix Servais 2026“ vergeben
Ian De Toffoli im Interview: „Kann ich den Erfolg noch toppen?“
Am Mittwochabend war es so weit: Der Luxemburger Autor Ian De Toffoli nahm den „Prix Servais“ für sein Buch „Léa ou la théorie des systèmes complexes“ im „Centre national de littérature“ in Mersch entgegen. Das Tageblatt sprach wenige Stunden vor der Preisverleihung mit dem Autor.
Ian De Toffoli (M.) mit Emmanuel Servais (l., Fondation Servais) und Sébastian Thiltges (r., Präsident der Jury 2026) Foto: Editpress/Julien Garroy
Tageblatt: Ian De Toffoli, wie hat sich Ihr Leben seit dem Anruf der Jury im April verändert?
Ian De Toffoli: Es ist nichts Weltbewegendes passiert, aber meine Arbeit ist sichtbarer als zuvor. Ich wurde öfter zu Interviews eingeladen, die Verkaufszahlen und die Nachfrage der Buchhandlungen steigen. Allgemein haben mich die Läden in den vergangenen Monaten stark unterstützt. Ich habe nach dem Gewinn ein Poster zum Buch erstellt und an die Buchhandlungen meines Vertrauens geschickt. Es wurde überall aufgehängt. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir leben in einer Zeit, in denen der Buchhandel weltweit einstürzt und in denen sich die Angriffe auf Buchläden durch Rechtsextreme häufen. Ich schätze es also besonders, dass die Geschäfte ein Buch bewerben, das polarisierende Themen wie die Klimakrise und Genderfragen bespricht.