Nach Ankündigung in Düdelingen

Handwerkerhof in Esch kommt wohl erst in der nächsten Amtsperiode

Während in Düdelingen auf dem ehemaligen Liberty-Steel-Gelände ein großer Handwerkerhof geplant ist, bleibt ein ähnliches Projekt in Esch vorerst Zukunftsmusik. Die Stadt hält zwar an ihren Plänen fest, eine Umsetzung dürfte jedoch noch Jahre dauern.

Ursprüngliches Projekt der Escher Betriber für ein Handwerkerhof mit traditionellen Bauformen und Arbeitsplätzen.

So sah das ursprüngliche Projekt der „Escher Betriber“ für ein „Handwierkerhaff“ aus Foto: Escher Betriber

Während in Düdelingen ein neuer Handwerkerhof entstehen soll, muss Esch weiter auf ein ähnliches Projekt warten. Der Staat hat das ehemalige Gelände von Liberty Steel im Industriegebiet Wolser B für 14,5 Millionen Euro gekauft, um dort Gebäude für bis zu 400 Handwerksbetriebe zu errichten.

Die Idee eines Handwerkerhofs ist allerdings nicht neu. Die Gemeinde Esch arbeitet seit Jahren an einem entsprechenden Projekt. „Es ist momentan kein neuer Handwerkerhof auf dem Gebiet der Gemeinde Esch vorgesehen“, sagte Wirtschaftsminister Lex Delles (DP) am Donnerstagmorgen bei der Präsentation der Düdelinger Variante. Der Grund: Das Gelände in Düdelingen erfülle die Anforderungen und könne deutlich schneller genutzt werden.

Projekt bleibt auf der Agenda

Ein weiterer Handwerkerhof im Süden sei damit jedoch nicht ausgeschlossen, betonte Eschs Bürgermeister Christian Weis (CSV) am Donnerstagmittag in einem Telefongespräch. Die Stadt halte weiterhin an entsprechenden Plänen fest. „Wenn es gut läuft, beginnen die Vorbereitungen für dieses Dossier noch in dieser Mandatsperiode, aber die Umsetzung ist wohl eher für die nächste“, sagte Weis.

Als möglicher Standort gilt ein Areal beim Kreisverkehr Ehleringen. Dort müssten jedoch zunächst Leitungen verlegt werden. Zudem sei noch eine Frage im Zusammenhang mit einer Natura-Zone zu klären, so der Bürgermeister.

Die Gemeinde könne ein solches Projekt allerdings nicht ohne Unterstützung des Staates umsetzen. „Wir hatten bereits Gespräche mit verschiedenen Unternehmen und Gruppen, die sich vorstellen können, sich an einem solchen Projekt zu beteiligen.“ Auch mit dem Wirtschaftsministerium habe es bereits erste Gespräche gegeben.

Weitere Option: Metzeschmelz

Ein ähnliches Konzept könnte zudem für Hallen im geplanten Escher Viertel Metzeschmelz infrage kommen. Wie ein solches Projekt dort konkret aussehen könnte, müsse allerdings noch in „etlichen Diskussionen“ geklärt werden. „Da sind noch mehrere Ministerien mit am Tisch“, sagtqe Weis. Auch hier gelte: Während der aktuellen Mandatsperiode könne man höchstens die Richtung vorgeben.

Die Idee eines Handwerkerhofs in Esch ist nicht neu. Ursprünglich hatten die „Escher Betriber“ das Gelände der früheren Twinerg-Anlage neben der Autobahn ins Auge gefasst. Dieses wurde jedoch 2020 vom Wirtschaftsministerium dem belgischen Traktorenhersteller Joskin zugesprochen.

„Das Grundstück hat dem Staat gehört“, so Weis. Von Anfang an sei klar gewesen, an wen die Fläche gehen würde. „Es war Wunschdenken.“

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