Düdelingen
Hallenbad bleibt nach Zwischenfall mit heruntergefallener Lampe vorerst geschlossen
Das Hallenbad in Düdelingen bleibt nach einem technischen Defekt vorerst geschlossen. Gleichzeitig hat der Gemeinderat die Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge verlängert, Investitionen in Radwege beschlossen und Mehrkosten bei einem Bauprojekt gebilligt.
Im Hallenbad in Düdelingen zieht derzeit niemand seine Längen durchs blaue Nass Foto: Editpress/Alain Rischard
Das Hallenbad in Düdelingen bleibt vorerst geschlossen. Das kündigt der Schöffenrat während der Gemeinderatssitzung am Montag an. Eine Woche zuvor, am 16. März, wäre es zu einem „Zwischenfall“ gekommen. Es hat sich ein Element der Beleuchtungsanlage von der Decke gelöst. Verletzt wurde dabei niemand, da sich zu diesem Zeitpunkt niemand im betroffenen Bereich aufhielt.
Unmittelbar danach hat die Sportabteilung der Gemeinde das Hallenbad vorsorglich geschlossen und den Bereich abgesichert. Eine Fachfirma wurde am Folgetag beauftragt, die Deckenleuchten so schnell wie möglich zu entfernen. Diese Arbeiten seien inzwischen abgeschlossen, teilt die Gemeinde mit. Ein Sachverständiger einer unabhängigen, zugelassenen Prüfstelle stellte vor Ort fest, dass sich die eigentlich verzinkte Schraube einer Lampe infolge von Korrosion durch Feuchtigkeit und eine chlorhaltige Umgebung gelöst hat. Es gebe keine offensichtlichen Mängel an den Befestigungen der Zwischendecke und der Lüftungsanlage.
Derzeit lassen die Lichtverhältnisse im Schwimmbad nach dem Ausbau der Deckenleuchten keine Wiedereröffnung unter normalen Sicherheitsbedingungen zu, so die Gemeinde. Man wolle die Schließung nutzen, um die Wandstrahler durch LED-Leuchten zu ersetzen. Die Arbeiten waren bereits für den Sommer vorgesehen, sollen nun jedoch vorgezogen werden.
Wann das Hallenbad wieder öffnen wird, steht noch nicht fest. „Die Situation wird täglich neu bewertet“, erklärten die Verantwortlichen. Der genaue Zeitpunkt der Wiedereröffnung werde zeitnah bekannt gegeben. Die Schulen, das Lycée Nic Biever sowie die betroffenen Vereine wurden über die Schließung der Anlage für die kommenden Wochen informiert.
3.000 Euro für Flüchtlingsunterkunft
Der Gemeinderat hat außerdem die finanzielle Unterstützung für die Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge im Hotel-Restaurant Cottage um ein Jahr verlängert. Die entsprechende Hilfe, die ursprünglich bis 2026 vorgesehen war, wurde am Montagnachmittag einstimmig beschlossen.
Hintergrund ist eine Konvention, die kurz nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges unterzeichnet wurde. Damals wurden kurzfristig Lösungen gesucht, um Flüchtlinge schnell unterzubringen. Neben anderen Strukturen wurden auch Hotels vom „Office national de l’accueil“ (ONA) einbezogen. In Düdelingen betrifft dies das Hotel-Restaurant Cottage. Dort sind derzeit 27 Ukrainer untergebracht, darunter mindestens eine Familie. Die monatlichen Kosten für Unterkunft und Verpflegung in 14 Zimmern belaufen sich auf 31.329,17 Euro, wovon die Gemeinde 3.000 Euro übernimmt. Für das Jahr 2026 sind insgesamt 50.000 Euro im Budget für entsprechende Hilfen vorgesehen.
Bürgermeister Dan Biancalana betonte: „Flüchtlinge sind in Düdelingen willkommen.“ Er zeigte sich zugleich zufrieden darüber, dass die Unterstützung im Gemeinderat von allen Parteien getragen wird. Insgesamt sind derzeit 278 Flüchtlinge auf dem Gebiet der Gemeinde untergebracht. Davon haben 135 Personen bereits einen anerkannten Flüchtlingsstatus, 66 sind ukrainische Flüchtlinge, die übrigen befinden sich noch im Asylverfahren.
Neben der Hotel-ONA-Konvention wurde beschlossen, die Fahrradwege in der Gemeinde mit einer rot eingefärbten Bodenmarkierung zu versehen. Für die Arbeiten sind 100.000 Euro vorgesehen. Die Gemeinderäte erhoffen sich, dass sich dadurch die Sicherheit und Sichtbarkeit der Wege erhöhen und mehr Bürger auf sanfte Mobilität zurückgreifen.
Weiterhin wurde ausführlich über die deutlich teurer als vorgesehen ausgefallenen Arbeiten für das neue Gebäude des Gemeindedienstes „Gebäudemanagement und Instandhaltung“ gesprochen. Das Projekt wurde 2021 begonnen und kostete die Gemeinde am Ende rund 27,6 Millionen Euro – 2,7 Millionen mehr als im ursprünglichen Kostenvoranschlag vorgesehen. Die Gemeinderäte aller Parteien zeigten sich jedoch verständnisvoll gegenüber den Gründen für die Mehrkosten und stimmten den revidierten Kosten einstimmig zu.