Cyberattacke

Hacker greifen erneut Kühlschränke an – Delhaize-Filialen in Luxemburg betroffen

Angreifer stellen Gefriertruhen aus der Ferne um, die Temperatur steigt. Nach einem Cyberangriff auf Frankreich trifft es auch einzelne Delhaize-Filialen in Luxemburg. Belgien und Schweden sind ebenfalls betroffen.

In einigen Supermarkt-Filialen liefen die Kühlschränke wegen eines Hackerangriffs etwas zu warm

In einigen Supermarkt-Filialen liefen die Kühlschränke wegen eines Hackerangriffs etwas zu warm Foto: Editpress/Claude Lenert

Erneut haben Cyberkriminelle Kühlanlagen in europäischen Supermärkten angegriffen. Die Angreifer sorgten Sonntagnacht in Luxemburg, Belgien und Schweden dafür, dass Kühlschränke und Tiefkühltruhen wärmer wurden, wie mehrere Medien berichten.

Einzelne Delhaize-Filialen in Luxemburg

Auch einige Delhaize-Supermärkte in Luxemburg seien von der Attacke betroffen, bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber dem Tageblatt. Der Supermarkt-Betreiber habe die nötigen Maßnahmen getroffen, um den Betrieb der Filialen aufrechtzuerhalten. In den betroffenen Filialen sei das Sortiment an frischen und tiefgekühlten Produkten vorübergehend etwas eingeschränkt. Welche Geschäfte genau betroffen sind, verriet die Sprecherin allerdings nicht.

Mehrere Supermarktketten in Belgien

In Belgien sind unter anderem Supermärkte von Delhaize, Carrefour und Spar betroffen. Die Nachrichtenagentur Belga berichtet unter Berufung auf den Kühltechnik-Dienstleister Sabcobel von bislang rund zwanzig betroffenen Anlagen.

Damit ist das Ausmaß in Belgien nach bisherigem Stand deutlich geringer als bei einem ähnlichen Angriff in Frankreich Mitte vergangenen Monats. Dort waren etwa 150 Geschäfte betroffen.

Nach Angaben von Sabcobel wurden die Anlagen aus der Ferne in den Abtaumodus versetzt. „Wir haben heute Nacht ab 1 Uhr damit begonnen, Techniker zu mobilisieren, um die Situation unter Kontrolle zu bringen“, sagte Sabcobel-Vorstandschef Stephan Moelans.

Schweden ebenfalls betroffen

Auch in Schweden meldeten Supermärkte einen plötzlichen Temperaturanstieg in den Kühlanlagen. „Uns ist bekannt, dass eine begrenzte Anzahl von Filialen in der Nacht von einem Vorfall betroffen war, der die Kühl- und Gefriersysteme der Geschäfte beeinträchtigt hat“, sagte der Pressechef der Supermarkt-Gruppe ICA der schwedischen Nachrichtenagentur TT. Um wie viele Geschäfte es sich handelt, wollte er nicht sagen.

Der Supermarkt ICA Kvantum in dem Ort Sjöbo schrieb auf Facebook, die Temperatur in den Kühl- und Gefrierschränken sei auf bis zu 50 Grad gestiegen, die Probleme seien einem Hackerangriff geschuldet. Die ICA-Gruppe bestätigte das aber nicht. Auch sechs Supermärkte der Kette Coop meldeten Probleme mit den Kühlsystemen.

1 Kommentare
Nomi 02.11.202613:31 Uhr

Absolut keng Secherheetskultur !

Wann firun Wochen Hacker bei der Konkurrenz Schued machen, dann muss den eischten Reflex sinn : "Kann daat mir och passei'eren", an wann jo, dann muss ech praeventiv agei'eren !

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