Film
Grummelig-vollbärtige Interpretation von Männlichkeit – Gerard Butler in „Kandahar“
Gerard Butler kämpft sich in dem politisch brisanten Actionthriller als Agent durch Afghanistan. Dabei entspricht er in dem immer wieder um Differenzierungen bemühten Film nicht dem klassischen Helden, was dem Streifen guttut.
Gerard Butler als Tom Harris in „Kandahar“ Foto: Hopper Stone/Leonine/dpa
Gerard Butler gehört eigentlich in einem Atemzug mit Action-Mimen vom Schlage eines Bruce Willis, eines Sylvester Stallone oder Mel Gibson genannt. Der Bekanntheitsgrad des Schotten mit den eindringlich grün-blauen Augen und dem Brummbass ist jedoch wesentlich geringer. Dennoch dürften seine Auftritte in Werken wie dem (umstrittenen) „300“ oder „Angel Has Fallen“ den meisten Zuschauern in Erinnerung geblieben sein. Nun verschlägt es Butler als freischaffenden Agenten ins iranisch-afghanische Grenzgebiet – 119 Kinominuten, in denen bisweilen unklar ist, wo Gut und Böse liegen. Der Regisseur Ric Roman Waugh hat vor drei Jahren Butler bereits im Asteroidenthriller „Greenland“ auf eine ähnlich packende Reise geschickt.