Einzigartiges Projekt
Gemeinde Parc Hosingen fängt Regen- und Schmutzwasser zur Bewässerung auf
1.200.000 Liter Wasser, die normalerweise im Boden oder in einer Kläranlage landen würden, sind viel – vor allem, wenn sie nicht genutzt werden. Die Gemeinde Parc Hosingen fängt es in einer „Wasserpochette“ auf und nutzt es weiter. Das Pilotprojekt ist einzigartig im Land und hat schon erste Nachahmer.
Sieht aus wie ein Riesentrampolin für Kinder: Die "Wasserpochette" sammelt Wasser zur Bewässerung und als Wasserreserve für die Feuerwehr Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Blau schimmert der 33 mal 25 Meter große „Plastikteppich“ im Schul- und Schwimmbadkomplex der Gemeinde schon von weitem. Man könnte es für ein Riesentrampolin für Kinder halten, ist es aber nicht. 1,20 Meter hoch ist er, wenn er ganz gefüllt ist. Die darin aufgefangene Menge an Regen- und Schmutzwasser reicht, um durchschnittlich 30 Mal die komplette Grasfläche des benachbarten Fußballfeldes zu bewässern.
Normalerweise wäre das Wasser weg – versickert im Boden oder als Schmutzwasser vom Schwimmbad abgeleitet in die Kläranlage. Eine im nahen Schwimmbad installierte Pumpe bringt seit einem knappen Jahr das Wasser in die „Pochette“. Die Gemeinde nutzt es nicht nur zur Benetzung im Stade Georges Wohlfahrt, sondern stellt es auch der Feuerwehr als Wasserreserve zum Löschen von Bränden zur Verfügung.