Geliebt, geschasst und fast vergessen
„Gëlle Fra“: Ein umstrittenes Monument wird 100
100-Jährige gehören in die Zeitung. Die „Gëlle Fra“ deshalb selbstverständlich auch. Die vom Luxemburger Bildhauer Claus Cito geschaffene Frauenfigur ist am 27. Mai 1923 eingeweiht worden. In ihrem langen Leben wird sie geliebt, geschasst und (fast) vergessen. Ein Tageblatt-Journalist hat sie aus der Versenkung zurückgebracht. Heute wird sie als „Monument du souvenir“ gefeiert.
Offizielle Einweihung der „Gëlle Fra“ 1923 Foto: Photothèque de la Ville de Luxembourg
Postkartenidylle. Vor blauem Himmel glänzt die „Gëlle Fra“. Binnen einer guten Stunde bestaunen am vergangenen Montagmorgen sechs Besuchergruppen das Monument. Es sind Stadtführungen und Schulklassen. Andere Zeiten, andere Betrachtungsweisen. Früher sollten „Kolléisch“-Schüler den Blick abwenden von den allzu weiblichen Formen der Statue.