Luxemburg
„Géi bei de Staat, do hues de eng sécher“: Wie eine Angestellte im Krankenschein entlassen wurde
Der Staat gilt als beliebter Arbeitgeber in Luxemburg. Gutes Gehalt, gute Bedingungen und eine gute Absicherung. Zumindest Letzteres gilt allerdings nicht für alle Staatsbediensteten, wie der Fall einer Mitarbeiterin aus dem Bildungsministerium zeigt.
Das Bildungsministerium in Clausen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
„Géi bei de Staat, do hues de eng sécher“: Wer hat diesen Ratschlag zur Karriereplanung nicht schon einmal gehört? Eine Juristin hatte ihn sich zu Herzen genommen. Sie wollte eine möglichst gute berufliche Absicherung und sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen, so wie ihr Vater es schon getan hat. Doch die Frau musste nach zweieinhalb Jahren erkennen, dass die Sicherheit beim Staat doch nicht so groß ist, wie viele annehmen. So war der Schock für die als „employée de l’Etat“ beim Bildungsministerium beschäftigte Juristin groß, als sie den Brief mit ihrer Kündigung erhielt. Sie hatte es bereits befürchtet, doch aus ihrem Umfeld wurde ihr immer wieder Mut zugesprochen. „Mach dir keine Gedanken. Solange du einen Krankenschein hast, können sie dich nicht entlassen.“