Journée nationale de la résistance
Gedenken an Hinzert und Mahnung für die Gegenwart
Am Sonntagmorgen wurde der Opfer von Hinzert gedacht. Ein stilles Gedenken, das zugleich daran erinnert, wie zerbrechlich Freiheit ist und wie viel Zivilcourage sie braucht.
Gedenkzeremonie am Hinzerter Kreuz Foto: Editpress/Julien Garroy
Mit einer Gedenkzeremonie ist am Sonntagmorgen der Nationale Widerstandstag begangen worden. Der Tag erinnert an den Mut jener Frauen und Männer, die sich während der NS-Besatzung dem Unrechtsregime widersetzten, und an die Opfer, die Luxemburg in dieser Zeit zu beklagen hatte.
Im Zentrum des Gedenkens steht die Ermordung von 23 luxemburgischen Widerstandskämpfern, die am 25. Februar 1944 im Konzentrationslager Hinzert nahe Trier hingerichtet wurden. Dass die Zeremonie jeweils rund um dieses Datum stattfindet, ist bewusst gewählt: Die „Journée nationale de la Résistance“ wird traditionell am Sonntag begangen, der der historischen Hinrichtung am nächsten liegt.
Während der Zeremonie Foto: Editpress/Julien Garroy
Ein wichtiger Erinnerungsort ist das „Hinzerter Kräiz“ auf dem Notre-Dame-Friedhof in Hollerich. Dort ist die Kranzniederlegung jedoch nur ein Teil eines umfassenderen offiziellen Gedenkprogramms: Dieses umfasst unter anderem auch Stationen am nationalen Solidaritätsmonument „Kanounenhiwwel“, am Shoah-Mahnmal am Boulevard Franklin D. Roosevelt sowie am „Monument du souvenir“.
Der Widerstandstag bleibt dabei nicht bei Symbolen stehen: Er verweist auch auf die konkrete Erfahrung eines Landes, das unter Besatzung und Repression stand, inklusive Zwangsmaßnahmen wie der Zwangsrekrutierung, die das Leben zahlreicher Familien prägte. Gleichzeitig ist der Tag ein politischer und gesellschaftlicher Appell: Erinnerung soll nicht museal werden, sondern Sensibilität schaffen für Angriffe auf Freiheitsrechte und demokratische Grundprinzipien. Die Beschäftigung damit dürfte heute nötiger denn je sein. (mago)
Guy Dockendorf Foto: Editpress/Julien Garroy
Luc Frieden Foto: Editpress/Julien Garroy
Rahmenprogramm Foto: Editpress/Julien Garroy