Filmwissen
Fortsetzung von Filmklassikern (1): „Beetlejuice“ von Tim Burton
Die 81. Ausgabe des Filmfestivals von Venedig soll mit einer lang erwarteten Fortsetzung eröffnen: „Beetlejuice Beetlejuice“ von Regisseur Tim Burton erzählt die Geschichte des Originals von 1988 weiter. Dass Hollywood das Potenzial früherer Geschichten wiederentdeckt und nun weitererzählt, zeugt von einem spezifischen Potenzial, das diesen Filmwerken innewohnte. Es ist vielleicht gerade die Eigenwilligkeit, die Tim Burtons „Beetlejuice“ zum Kultfilm machte. Ein Rückblick.
Feiert bald ein Comeback: der Film „Beetlejuice“ Quelle: Editpress-Archiv
„Beetlejuice“ war die zweite Regiearbeit von Tim Burton nach „Pee-wee’s Big Adventure“ (1985) – und der Film markierte deutlich, dass mit Burton ein ganz eigenwilliger Künstler das kommerzielle amerikanische Unterhaltungskino mit seinen Filmen neu ausrichten würde. Zunächst geht „Beetlejuice“ eine wendungsreiche Vorgeschichte voraus: Wes Craven sollte an dem Projekt maßgeblich beteiligt sein, erste Fassungen sahen eine klassischere und weitaus düstere „haunted house“-Version des Stoffes vor. Unter der Regie von Burton entwickelte der Film sich aber in eine Richtung, die sich gänzlich von klassischen Erzählkonventionen des etablierten neuklassischen Hollywoodfilms entfernte.