Drei auf einen Schlag

Escher Gemeinderäte nominieren neue Schöffen

Staffelstabübergabe in der Escher Lokalpolitik: Der Gemeinderat bestimmt drei neue Schöffen. Bürgermeister Christian Weis würdigt André Zwally für dessen jahrzehntelanges Engagement.

Ein letztes Zusammenkommen des bald ehemaligen Schöffenrates am Mittwoch

Ein letztes Zusammenkommen des bald ehemaligen Schöffenrates am Mittwoch Foto: Editpress/Georges Sold

Nachdem die Escher Gemeinde vor rund einer Woche offiziell die Rücktritte der Schöffen André Zwally (CSV), Meris Sehovic („déi gréng“) und Pim Knaff (DP) bekanntgab, tagte der Gemeinderat am Mittwochmorgen, um über die Nachfolge abzustimmen.

Opposition gibt Vertrauen

Die neuen Schöffen standen eigentlich längst vor der Wahl fest, wie das Tageblatt Anfang September berichtete. Demnach wählte der Gemeinderat erwartungsgemäß die von den jeweiligen Parteien vorgeschlagenen Kandidaten ohne Diskussion in den Schöffenrat: Pascal Bermes für die CSV, Mandy Ragni für die „déi gréng“ und Daliah Scholl für die DP. Dennoch fiel auf, dass Bermes mit 18 von 19 Stimmen gewählt wurde, die beiden Frauen Ragni und Scholl allerdings mit jeweils 17 Stimmen geringfügig weniger Rückendeckung erhielten.

Zuvor dankte Bürgermeister Christian Weis (CSV) den abtretenden Schöffen für ihre Kollegialität und die Zusammenarbeit. „De Begrëff ‚Wiessel‘ ass immens vill gefall“, sagte er. Dies u.a. in der Presse. Dennoch gebe es einen Unterschied zwischen Wechsel und Auswechsel. Damit meinte er, dass Knaff und Sehovic als Gemeinderäte weiterhin auf dem Spielfeld bleiben. Zwally, dessen politische Karriere 2005 begann, tritt als einziger gleichzeitig aus dem Gemeinderat zurück, dies zum 30. September. Weis dankte ihm ausdrücklich für sein 24-jähriges Engagement für die Escher Gemeinde.

Ein Schlussstrich

In seiner Abschlussrede sagte Zwally: „24 Jahre sind ein langer Tag.“ Er habe im Laufe der Zeit viele Freundschaften geknüpft und große Gemeindeprojekte mitbetreut. Als Beispiel nannte er das neue Viertel „Nonnewisen“. Er lobte u.a. die rund 1.500 Gemeindeangestellten für deren Arbeit und richtete sich schließlich auch an die Gemeinderäte: „Etwas darf man nie vergessen: Ihr seid hier für die Escher Bürger“.

Die Stadt Esch stehe vor großen Herausforderungen, für die es „viel Mut“ erfordere. Deshalb sei es wichtig, „im Gedanken der Solidarität, des Respekts und der Menschlichkeit“ zu handeln.

Bermes, Ragni und Scholl werden kommende Woche vom Innenminister vereidigt, bevor sie ihr neues Mandat ausüben können.

Der Artikel wird im Laufe des Tages ergänzt.

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