„Natur & Geopark Mëllerdall“

Elf Gemeinden unterzeichnen Gemeindepakt des interkulturellen Zusammenlebens

Die Gemeinden des „Natur & Geopark Mëllerdall“ engagieren sich mit der Unterzeichnung des Gemeindepakts für das Zusammenleben. Unabhängig davon können Bewohner und Grenzgänger ebenfalls am Bürgerpakt teilnehmen.

Die Vertreter der Gemeinden und des Ministeriums vor der Unterschrift des Gemeindepakts

Die Vertreter der Gemeinden und des Ministeriums vor der Unterschrift des Gemeindepakts Foto: MFSVA

Insgesamt elf Gemeinden haben am Donnerstag in Anwesenheit vom Minister für Zusammenleben, Max Hahn (DP), den kommunalen Pakt des interkulturellen Zusammenlebens unterzeichnet. Die Mitgliedskommunen des „Natur & Geopark Mëllerdall“ engagieren sich mit ihrer Unterschrift für das Zusammenleben ihrer Bürger.

Verpflichtung zu einem mehrjährigen Engagement

Die jeweiligen Kommunen verpflichten sich mit der Unterschrift zu einem mehrjährigen Engagement zum Informationszugang, zur Beteiligung aller Personen, die im Gemeindegebiet leben oder arbeiten, sowie zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung. Das Engagement basiert auf fünf Säulen, darunter politisches Engagement sowie Bürgerworkshops, um konkrete Maßnahmen zu erarbeiten.

Das Ministerium unterstützt die Kommunen bei der Umsetzung durch fünf Fachberater für interkulturelles Zusammenleben. Insbesondere lokale Akteure sind ebenfalls aufgerufen, sich an der Gestaltung zu beteiligen.

30.000 Euro

So viel beträgt der maximale staatliche Zuschuss für die Bezahlung eines Koordinators für den kommunalen Pakt

Bürgerpakt steht jedem frei

Die Gemeinden erhalten ebenfalls finanzielle Unterstützung vom Ministerium, etwa einen jährlichen Zuschuss von bis zu 30.000 Euro für die Bezahlung eines Koordinators für den kommunalen Pakt. Die Kosten der Umsetzung werden, je nach Anzahl der Mitglieder im Gemeinderat, mit 3.000 bis 8.000 Euro subventioniert. Und: Für jede Person, die in der Kommune lebt oder arbeitet (inklusive Grenzgänger), die sich am Bürgerpakt beteiligt, bezahlt der Staat weitere fünf Euro jährlich.

Der Bürgerpakt ist ein separates Instrument, wie der Pressesprecher des Ministeriums auf Nachfrage des Tageblatt erklärt. Die Teilnahme steht jedem offen, der in Luxemburg wohnt oder arbeitet. Das ist unabhängig davon, ob eine Gemeinde bereits den Gemeindepakt unterzeichnet hat. Der Bürgerpakt ermöglicht Interessierten unter anderem, neue Sprachen zu erlernen, sowie an geführten Touren durch kulturelle, politische, soziale und historische Institutionen teilzunehmen.

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