Comic
Eine poppig-bunte Biografie feiert David Bowie als Glamrock-Pionier
Völlig losgelöst von der Erde schweben sie durchs All und reden über ihre Zukunft. Ein Zwiegespräch über Rock 'n' Roll, Exzess, Musik, Genese: David Bowie erfindet sich als Ziggy Stardust neu, die Geschichte vom Aufstieg und Fall seiner Kunstfigur kann beginnen. Viele Seiten später, nachdem Ziggy Stardust alles für ihn getan hat, fängt ihn David Bowie rabiat wieder ein vom ruhmreichen Zustand kreativer Schwerelosigkeit, eine bizarre Science-Fiction-Saga geht zu Ende. Der Pop-Gott entscheidet über Leben und Tod des von ihm geschaffenen Wesens. So ist das Business.
Die Retro-Kulisse schafft stimmige Tableaus
In surrealen, farblich explodierenden Bildern rahmt der Comic „Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume“ einen Hauptstrang seiner Erzählung über einen Künstler, der künstliche Existenzen fast am Fließband entwirft, um sich mit ihnen austoben zu dürfen – wie sich hinter ihnen verstecken zu können. Major Tom, Thin White Duke, Halloween Jack, Aladdin Sane. Ein Mann mit vielen Eigenschaften. Musiker, Schauspieler, Produzent, Gesamtkunstwerk. Schon David Bowie ist die erste Großtat von David Jones, als der er 1947 in London geboren wird.