Luxemburg-Stadt
„Eine kalte und herzlose Politik“: So reagiert die Opposition auf die Kehrtwende beim Bettelverbot
Das Bettelverbot kann kommen: Diese Ankündigung sorgte in der Sitzung des hauptstädtischen Gemeinderats am Montag bei den einen für Freude und bei anderen für Entsetzen. Einen Tag danach zeigen die Reaktionen vom Schöffenrat und den Ratsmitgliedern, dass das Thema weiter polarisiert.
Wenn Menschen in der Hauptstadt still und leise Vorbeigehende um Kleingeld bitten und diese sich davon gestört fühlen, kann in Zukunft die Polizei verständigt werden Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Nun also doch: Ab Freitag soll es laut Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) in Luxemburg-Stadt verboten sein, Vorbeigehende um Kleingeld zu bitten. Eine Änderung an der Polizeiverordnung der Gemeinde Luxemburg macht das möglich. Dieser hat der neue Innenminister Léon Gloden (CSV) kürzlich zugestimmt, wie dem städtischen Schöffenrat am Montag per Brief vom Ministerium mitgeteilt wurde. Die Nachricht gab Lydie Polfer noch am selben Tag in der Gemeinderatssitzung an die Ratsmitglieder weiter. Während die Rätinnen sowie Räte von DP und CSV begeistert klatschten, sorgte die Nachricht beim Großteil der Opposition für Entsetzen.