Merowinger-Dorf bei Rollingen
Eine außergewöhnliche Siedlung wird freigelegt, danach verschwindet der Fundplatz unter Neubauten
In Rollingen bei Mersch wird seit 2020 eine außergewöhnlich gut erhaltene merowingische Siedlung freigelegt. Nach den Grabungen verschwindet der Fundplatz unter Neubauten, die Erkenntnisse bleiben. Ein Ortsbesuch.
Kulturminister Eric Thill (r.) beim Besuch der Merowinger-Siedlung Foto: Editpress/Julien Garroy
Am Mittwoch öffnete sich in Rollingen bei Mersch für einen Moment ein Fenster in eine Welt, die sonst fast spurlos verschwunden scheint. Die Alltagswelt der Merowinger.
Kulturminister Eric Thill und der Direktor des Nationalinstituts für archäologische Forschung (INRA), David Weis, luden zur Besichtigung der Ausgrabung in der rue Bildchen ein. Was dort seit 2020 freigelegt wird, gilt als wissenschaftlicher Glücksfall: die Überreste einer weitläufigen merowingischen Siedlung, in einer Ausdehnung und einem Erhaltungszustand, die in Luxemburg bislang einzigartig sind. Erstmals lässt sich ein Siedlungsplatz dieser Zeit als zusammenhängendes Ganzes Schicht für Schicht untersuchen und vollständig dokumentieren.