Zwölf-Stunden-Tage und schrumpfende Zahlen
Eine Escher Tagesmutter hält an ihrem Traumberuf fest
Wenn beide Elternteile arbeiten, sind Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder essenziell. „Dageselteren“ oder Tagesmütter und -väter sind ein wichtiger Bestandteil des Angebots. Allerdings gibt es immer weniger. Ein Besuch bei einer Tagesmutter und ein Blick in die Zukunft, der optimistisch stimmt.
Eylan (5), Elias (5), Sarah (9) und Linda (3) (v.l.n.r.) sind die „kleinen Schlümpfe“, die in Esch/Alzette von einer Tagesmutter betreut werden Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Die Szenerie könnte friedlicher nicht sein. Die Sonne scheint an diesem Tag und vier Kinder toben, spielen und springen auf dem Sandspielplatz im Escher Laval-Park herum. Am Rand, unauffällig im Schatten unter einem Baum, sitzt eine Frau und beobachtet aufmerksam das Geschehen. Susanna Maria Ferreira-Martins (48) ist eine von aktuell 318 Tagesmüttern quer durch das Land.
Sie beaufsichtigt die Kinder. Über Nachfrage nach einem Platz bei ihr, kann sie sich nicht beklagen. Fünf Kinder dürfen gleichzeitig in der Gruppe sein, die eigenen nicht mitgerechnet. Ihr Sohn Eylan (5), der mitspielt, hat sich längst daran gewöhnt, die Mama zu teilen. Ein Kind ist schon von seinem Vater abgeholt worden. Das ist nicht immer so.