Biografie
„Ein Schätzchen war ich nie“: Der personifizierte Widerspruch der Uschi Glas
Im März ist Uschi Glas 80 Jahre alt geworden. Grund genug, möchte man meinen, um mithilfe von Olaf Köhne und Peter Käfferlein ein weiteres biografisches Buch zu publizieren. Wobei sich der Titel „Ein Schätzchen war ich nie“ auf den Spielfilm bezog, mit dem die Schauspielerin 1968 ihren Durchbruch erlebte.
Deutsche Filmikone: Uschi Glas Foto: Dieter Mayr/Quelle: penguin.de
„Zur Sache Schätzchen“ der Regisseurin May Spils machte Uschi Glas für kurze Zeit zum Star des sogenannten Neuen Deutschen Films. Als bekannt wurde, dass sie sich geweigert hatte, nackt vor der Kamera zu posieren, und später noch Fotos mit ihr und dem Bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß in der Presse auftauchten, wendete sich das Blatt. Fortan galt sie als prüde und stockkonservativ. Den Rest besorgten Auftritte in Filmklamotten wie „Immer Ärger mit den Paukern“ oder „Hochwürden drückt ein Auge zu“.