Tourismus
Ehemaliger „Leekëppert“ René Risch: „Das war mein Zuhause hier“
René Risch (83) hat den größten Teil seines Berufslebens ein Produkt hergestellt, das heute kaum noch bezahlbar ist. Fast 30 Jahre lang spaltet er Schiefer und schneidet ihn anschließend als Dachziegel zurecht. Auf historischen Schlössern, Herrenhäusern oder Kirchen im Land zeugen sie noch heute von der Schieferindustrie in Martelingen. Bei seinen Vorführungen tauchen Besucher in diese Zeiten ein.
So wie früher sitzt René Risch vor der Schneidemaschine, um die Schieferstücke in Ziegelform zu schneiden Foto: Editpress/Alain Rischard
Noch immer gerät der ansonsten ruhig und bedächtig agierende ehemalige „Leekëppert“ in Rage, wenn er davon erzählt, dass ehemalige Kollegen die Dächer ihrer Häuser mit Blech oder gar Eternit ausgelegt haben. Auf René Rischs Dach liegen selbstverständlich Ziegel aus Schiefer. Immerhin hat er den Baustoff fast 30 Jahre lang zugeschnitten. Das Gestein, das typisch fürs Ösling und die Ardennen ist, ist ein Teil seines Lebens.