Alain spannt den Bogen
Dirigentenprominenz: Rattle und Dudamel im Doppelpack in der Philharmonie
Förmlich die Klinke in die Hand gaben sich dieser Tage in der Philharmonie zwei Vertreter der absoluten Dirigentenprominenz: zunächst Sir Simon Rattle mit dem London Symphony Orchestra mit einem doppelten Konzert zum 70. Geburtstag des Maestros, und kurz darauf Gustavo Dudamel, ebenfalls an zwei Abenden, mit „seinem“ Simon Bolivar Symphony Orchestra of Venezuela, dessen Chef er bereits mit 18 Jahren war.
Sir Simon Rattle feierte seinen 70. Geburtstag am Pult des London Symphony in Luxemburg Foto: Philharmonie/Sébastien Grébille
Seit seiner Aufnahme der 10. Symphonie von Gustav Mahler 1980 und der darauffolgenden Gesamteinspielung der Sibelius-Symphonien (alle mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra) war Simon Rattle der Held meiner frühen Klassikjahre. Dem ehemaligen Direktor des Théâtre Municipal Esch/Alzette Guy Wagner war es sogar Mitte der achtziger Jahre gelungen, den damals noch relativ unbekannten Rattle für ein Konzert in die Minettemetropole zu verpflichten, wo das CBSO die drei letzten Sibelius-Symphonien spielte. Das war mein allererstes Rattle-Konzert und das ist immerhin schon fast 40 Jahre her. Und es sollten noch viele folgen …