Düsseldorf
Diese Luxemburger Institutionen und Künstler sind 2026 bei der Kunstmesse ART vertreten
Noch bis zum Sonntag läuft die achte Auflage der Kunstmesse ART Düsseldorf – mit 32 Galerien mehr als noch im Vorjahr und einer starken Luxemburger Präsenz. Ein Überblick.
Am Wochenende „the place to be“ für Kunstfans in Düsseldorf: Die Kunstmesse ART Düsseldorf geht in die achte Runde und präsentiert Kunst aus Luxemburg Foto: Achim Hehn
Mit rund 20.000 Besuchern und einem Zuwachs an VIP-Gästen blickt die Kunstmesse ART Düsseldorf auf eine erfolgreiche Ausgabe 2025 zurück. Für 2026 wurden 119 teilnehmende Galerien aus 22 Ländern ausgewählt, darunter 50 Galerien, die ihren Sitz außerhalb Deutschlands haben oder über internationale Standorte verfügen.
Die Messe unterteilt sich in mehrere Sektionen („Solo“, „Next“, „Papier“, „Fragile Realities“ mit Schwerpunkt auf von Frauen geführte Galerien). Drei kuratorische Themen prägen die ART: „Cosmic Feel – Kunst als Resonanzraum“ mit 26 Galerien, „Panic Attack – Angst als Spiegel der Gegenwart“ mit 19 Galerien und „Öjigi – Eine Geste der Begegnung“ mit einem Fokus auf Japan und zwölf Ausstellern. Außerdem wird der Skulptur mehr Raum zugestanden.
Vertritt die Galerie Nosbaum Reding in Düsseldorf: die Künstlerin Tina Gillen Foto: Tania Bettega/Nosbaum Reding
Aus Luxemburger Sicht ist die diesjährige ART Düsseldorf recht spannend. Die Galerie Nosbaum Reding ist nach einer Pause wieder zu der Messe in der von seiner Kunst-Akademie geprägten Stadt – dort haben bekanntlich auch heimische Künstler ihr Studium absolviert – gestoßen. Die auf dem Fischmarkt in der Altstadt ansässige Galerie unterhält eine Filiale in Brüssel und ist regelmäßig bei ART Brüssel sowie anderen internationalen Kunstmessen dabei. Galerist Alex Reding hat folgende Künstlerinnen und Künstler für seinen Stand angemeldet: Tina Gillen, Dominique Dureau, JKB Fletcher und Hisae Ikenaga, alles Kunstschaffende, die seit Jahren von der Galerie national und international ausgestellt werden.
Zuspruch für die Konschthal und Luxemburg
Interessant ist die Tatsache, dass die Konschthal aus Esch (Sektion „Institutionen, Projekte und Vereine“) zum zweiten Mal von der ART eingeladen wurde, dies mit der Präsentation von Werken des deutschen Fotografen Gregor Schneider. Seine Expo in der Konschthal vor einigen Monaten hat nicht nur Zuspruch beim Luxemburger Publikum erhalten, sondern hat der Kunsthalle auch grenzüberschreitende Resonanz beschert. Während der Messe sind auf dem Stand der Kunsthalle neue Fotografien von Schneider aus seiner Haus-Reihe zu sehen, auch werden „exklusive Editionen in Zusammenarbeit mit dem Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König vorgestellt“, alles ergänzt mit einem breiten Talkprogramm, an dem auch am Sonntag Charles Wennig teilnehmen wird.

Einblick in den Auftritt der Escher Konschthal Foto: Konschthal
Abgerundet wird die Teilnahme von Künstlern aus Luxemburg durch die Präsentation von skulpturalen Arbeiten von Franck Miltgen (Galerie Lage Egal Curatorial Projects/Brüssel, Berlin), der auf mehreren Ebenen mit seinen Werken bei Ausstellungen in Luxemburg aufwartet, und bekannten Wandobjekten von Julien Hübsch (Galerie Lage Egal Curatorial Projects/Brüssel, Berlin), der vor Jahren den Adolphe-Preis anlässlich des „Salon du CAL“ erhalten hat. Beide Künstler passen wohl in die diesjährige Themen-Setzung. Man darf gespannt sein, auf welches Echo die erwähnte Teilnahme aus Luxemburg stoßen wird.

Julien Hübsch vor seiner Skulptur bei der ART Düsseldorf 2026 Foto: Leonie Rooseboom
Wie oben beschrieben ist die Auswahl an Kunstwerken auf der ART Düsseldorf sehr groß, schade, dass nicht mehr Künstlerinnen und Künstler aus Luxemburg sich mit ihren Positionen auf dieser oder anderen Messen vergleichen können und andere Galerien aus dem Großherzogtum die Gelegenheit haben, dort Präsenz zu zeigen. Ein Abstecher nach Düsseldorf lohnt sich allemal.
ART Düsseldorf im Areal Böhler, Düsseldorf, 17.-19.4.2026, Infos: art-dus.de.