Frühlingswetter auf Zeit
Die Sonne setzt sich durch, doch am Sonntag kippt die Wetterlage
Das Wetter der kommenden Tage lässt sich in zwei klar unterschiedliche Abschnitte einteilen: einen noch freundlichen Freitag und Samstag unter Hochdruckeinfluss – und einen deutlich kühleren Sonntag, wenn eine schwache Kaltfront das bisher milde Kapitel vorerst wieder beendet.
Sollte im Himmel mal Grau dominieren, helfen die Farbtupfer der Kirschblüte Foto: Guido Romaschewsky
Die aktuelle Großwetterlage wird von zwei Hochdruckzentren geprägt: einem über dem Atlantik westlich der Iberischen Halbinsel und einem anderen über der Ostsee. Zwischen ihnen spannt sich eine Brücke, die Luxemburg in ruhigem, überwiegend freundlichem Charakterzug hält. Doch diese Konstruktion hat eine Schwachstelle: Im Laufe des Samstags drängt eine schwache Kaltfront vom Atlantik her hinein und drückt den Hochdruck ein Stück weit ein. Die Folge ist ein vorübergehend wechselhafterer Einschub bis in den Sonntagmittag hinein.
Der Verlauf im Detail
Der Freitag präsentiert sich noch weitgehend ruhig. Wie in den vergangenen Tagen können die Morgenstunden mit Bewölkung und lokalen Nebelfeldern beginnen, im Tagesverlauf wechseln sich sonnige und bewölktere Abschnitte ab. Niederschläge sind nicht zu erwarten.
Der Samstag startet ähnlich, doch ab dem späteren Nachmittag verdichten sich die Wolken von Westen her. Erste Niederschläge sind im Westen bereits am Nachmittag möglich, wahrscheinlicher ist Regen jedoch während des Abends und in der Nacht auf Sonntag.
Der Sonntag zeigt sich als Mix aus Sonne und Wolken. Vereinzelte Schauer am Vormittag sind nicht vollständig ausgeschlossen, aber keine ausgemachte Sache. In der Nacht auf Montag ziehen noch einige Wolkenfelder durch, es bleibt jedoch überwiegend trocken.
Mild bis Samstag, kühler ab Sonntag
Am Freitag werden Höchstwerte zwischen 16 und 20 Grad erreicht, am Samstag sind stellenweise sogar bis zu 21 Grad möglich – nochmals ein sehr freundlicher Abschnitt. Am Sonntag erfolgt dann ein deutlicher Rückgang auf 9 bis 14 Grad, einzelne Modelle bleiben mit bis zu 16 Grad etwas optimistischer. Richtig kalt wird es jedoch nicht.
Zu Beginn der neuen Woche sorgt die Kombination aus einem Hoch über der Nordsee und einem Tief über dem westlichen Russland dafür, dass weniger milde Luftmassen nach Luxemburg gelangen. Um die Wochenmitte könnte sich das Bild laut europäischem Modell jedoch erneut drehen: Tiefer Luftdruck über den Azoren könnte einen neuen Schub milderer Luft in unsere Richtung anstoßen.
Ein Auf und Ab bei den Luftmassen
Damit wäre das Kapitel aber noch nicht abgeschlossen. Für den 26. April berechnen die Modelle ein kräftigeres Tief über dem nördlichen Atlantik und dem skandinavischen Raum. Sollte sich dieses Szenario bewahrheiten, würden erneut Luftmassen polaren Ursprungs vorstoßen – mit Temperaturen deutlich unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt. Ab dem 27. April wäre dann wieder ein typischeres Muster mit wärmeren Luftmassen möglich.
Das amerikanische Modell zeichnet ein ähnliches Bild, sieht die Kälteeinbrüche jedoch weniger intensiv und räumlich weniger weitreichend. Ein nachhaltiger Einbruch wird dort nicht berechnet – eher kurze Ausflüge in kühlere Temperaturbereiche. Wie immer gilt: Die kommenden Tage werden zeigen, welches Modell die bessere Nase beweist.