L’histoire du temps présent

Die Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941 – Teil 1: Seit über 80 Jahren incognita im Archiv

Die Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941, eine Volkszählung des deutschen Okkupanten in Luxemburg mit Zusatzfragen zu Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit, ist eines der bekanntesten historischen Ereignisse in der Luxemburger Zeitgeschichte. Bis heute ist sie mit dem Streik gegen die Zwangsrekrutierung von August/September 1942 fester Bestandteil der Erinnerungskultur und Geschichtsschreibung. Interessanterweise hat bis jetzt niemand die Personenstandsaufnahme selbst analysiert, genauer gesagt die als Stichprobe eingesammelten Zählkarten, bei denen angeblich fast 100% der befragten Luxemburger mit „3 x Lëtzebuerg“ geantwortet hätten, Zählkarten, die seit Ende April 2024 online im Inventar des Fonds „Chef der Zivilverwaltung“ im Nationalarchiv zu finden sind. Diese Prozentsätze wurden zuerst von den Resistenzorganisationen – ein erstes Flugblatt von Ende Oktober 1941 spricht von 95% – und von der Exilregierung – im ersten Luxembourg Bulletin von Juli 1942 geht die Rede von 97-98% – verbreitet und jahrzehntelang von niemandem ernsthaft infrage gestellt. In einer Folge von zwei Artikeln von Philippe Blasen und Denis Scuto werden sowohl der historische Kontext und Entstehungszusammenhang umrissen als – zum ersten Mal – eine teilweise Auswertung der Personenstandsaufnahme (Stichprobe des „Kreises Esch/Alzig“) vorgenommen. Besonders zwei Aspekte sollen hier beleuchtet werden: 1. Worum ging es der deutschen Zivilverwaltung bei der Personenstandsaufnahme? 2. Wie waren die tatsächlichen Prozentsätze der Stichprobe, was Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit betrifft? „Kultur- und epochenübergreifend hat ,Geschichte‘ immer eine doppelte Bedeutung: Einmal meint sie ein zeitlich geordnetes Geschehen (res gestae, ,Geschichte‘) in der Vergangenheit. Untrennbar davon meint ,Geschichte‘ zum anderen den Bericht über dieses Geschehen, in dem seine Bedeutung für die menschliche Selbst- und Weltdeutung entfaltet wird. Im ersteren Falle geht es um eine Zeitfolge von Ereignissen, im zweiten um deren narrative Repräsentation.“1)

Die Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941, eine Volkszählung des deutschen Okkupanten in Luxemburg mit Zusatzfragen zu Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit, ist eines der bekanntesten historischen Ereignisse in der Luxemburger Zeitgeschichte. Bis heute ist sie mit dem Streik gegen die Zwangsrekrutierung von August/September 1942 fester Bestandteil der Erinnerungskultur und Geschichtsschreibung. Interessanterweise hat bis jetzt niemand die Personenstandsaufnahme selbst analysiert, genauer gesagt die als Stichprobe eingesammelten Zählkarten, bei denen angeblich fast 100% der befragten Luxemburger mit „3 x Lëtzebuerg“ geantwortet hätten, Zählkarten, die seit Ende April 2024 online im Inventar des Fonds „Chef der Zivilverwaltung“ im Nationalarchiv zu finden sind. Diese Prozentsätze wurden zuerst von den Resistenzorganisationen – ein erstes Flugblatt von Ende Oktober 1941 spricht von 95% – und von der Exilregierung – im ersten Luxembourg Bulletin von Juli 1942 geht die Rede von 97-98% – verbreitet und jahrzehntelang von niemandem ernsthaft infrage gestellt. In einer Folge von zwei Artikeln von Philippe Blasen und Denis Scuto werden sowohl der historische Kontext und Entstehungszusammenhang umrissen als – zum ersten Mal – eine teilweise Auswertung der Personenstandsaufnahme (Stichprobe des „Kreises Esch/Alzig“) vorgenommen. Besonders zwei Aspekte sollen hier beleuchtet werden: 1. Worum ging es der deutschen Zivilverwaltung bei der Personenstandsaufnahme? 2. Wie waren die tatsächlichen Prozentsätze der Stichprobe, was Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit betrifft? „Kultur- und epochenübergreifend hat ,Geschichte‘ immer eine doppelte Bedeutung: Einmal meint sie ein zeitlich geordnetes Geschehen (res gestae, ,Geschichte‘) in der Vergangenheit. Untrennbar davon meint ,Geschichte‘ zum anderen den Bericht über dieses Geschehen, in dem seine Bedeutung für die menschliche Selbst- und Weltdeutung entfaltet wird. Im ersteren Falle geht es um eine Zeitfolge von Ereignissen, im zweiten um deren narrative Repräsentation.“1)

Die Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941, eine Volkszählung des deutschen Okkupanten in Luxemburg mit Zusatzfragen zu Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit, ist eines der bekanntesten historischen Ereignisse in der Luxemburger Zeitgeschichte. Bis heute ist sie mit dem Streik gegen die Zwangsrekrutierung von August/September 1942 fester Bestandteil der Erinnerungskultur und Geschichtsschreibung. Interessanterweise hat bis jetzt niemand die Personenstandsaufnahme selbst analysiert, genauer gesagt die als Stichprobe eingesammelten Zählkarten, bei denen angeblich fast 100% der befragten Luxemburger mit „3 x Lëtzebuerg“ geantwortet hätten, Zählkarten, die seit Ende April 2024 online im Inventar des Fonds „Chef der Zivilverwaltung“ im Nationalarchiv zu finden sind. Diese Prozentsätze wurden zuerst von den Resistenzorganisationen – ein erstes Flugblatt von Ende Oktober 1941 spricht von 95% – und von der Exilregierung – im ersten Luxembourg Bulletin von Juli 1942 geht die Rede von 97-98% – verbreitet und jahrzehntelang von niemandem ernsthaft infrage gestellt. In einer Folge von zwei Artikeln von Philippe Blasen und Denis Scuto werden sowohl der historische Kontext und Entstehungszusammenhang umrissen als – zum ersten Mal – eine teilweise Auswertung der Personenstandsaufnahme (Stichprobe des „Kreises Esch/Alzig“) vorgenommen. Besonders zwei Aspekte sollen hier beleuchtet werden: 1. Worum ging es der deutschen Zivilverwaltung bei der Personenstandsaufnahme? 2. Wie waren die tatsächlichen Prozentsätze der Stichprobe, was Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit betrifft? „Kultur- und epochenübergreifend hat ,Geschichte‘ immer eine doppelte Bedeutung: Einmal meint sie ein zeitlich geordnetes Geschehen (res gestae, ,Geschichte‘) in der Vergangenheit. Untrennbar davon meint ,Geschichte‘ zum anderen den Bericht über dieses Geschehen, in dem seine Bedeutung für die menschliche Selbst- und Weltdeutung entfaltet wird. Im ersteren Falle geht es um eine Zeitfolge von Ereignissen, im zweiten um deren narrative Repräsentation.“1)

Die Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941, eine Volkszählung des deutschen Okkupanten in Luxemburg mit Zusatzfragen zu Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit, ist eines der bekanntesten historischen Ereignisse in der Luxemburger Zeitgeschichte. Bis heute ist sie mit dem Streik gegen die Zwangsrekrutierung von August/September 1942 fester Bestandteil der Erinnerungskultur und Geschichtsschreibung. Interessanterweise hat bis jetzt niemand die Personenstandsaufnahme selbst analysiert, genauer gesagt die als Stichprobe eingesammelten Zählkarten, bei denen angeblich fast 100% der befragten Luxemburger mit „3 x Lëtzebuerg“ geantwortet hätten, Zählkarten, die seit Ende April 2024 online im Inventar des Fonds „Chef der Zivilverwaltung“ im Nationalarchiv zu finden sind. Diese Prozentsätze wurden zuerst von den Resistenzorganisationen – ein erstes Flugblatt von Ende Oktober 1941 spricht von 95% – und von der Exilregierung – im ersten Luxembourg Bulletin von Juli 1942 geht die Rede von 97-98% – verbreitet und jahrzehntelang von niemandem ernsthaft infrage gestellt. In einer Folge von zwei Artikeln von Philippe Blasen und Denis Scuto werden sowohl der historische Kontext und Entstehungszusammenhang umrissen als – zum ersten Mal – eine teilweise Auswertung der Personenstandsaufnahme (Stichprobe des „Kreises Esch/Alzig“) vorgenommen. Besonders zwei Aspekte sollen hier beleuchtet werden: 1. Worum ging es der deutschen Zivilverwaltung bei der Personenstandsaufnahme? 2. Wie waren die tatsächlichen Prozentsätze der Stichprobe, was Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit betrifft? „Kultur- und epochenübergreifend hat ,Geschichte‘ immer eine doppelte Bedeutung: Einmal meint sie ein zeitlich geordnetes Geschehen (res gestae, ,Geschichte‘) in der Vergangenheit. Untrennbar davon meint ,Geschichte‘ zum anderen den Bericht über dieses Geschehen, in dem seine Bedeutung für die menschliche Selbst- und Weltdeutung entfaltet wird. Im ersteren Falle geht es um eine Zeitfolge von Ereignissen, im zweiten um deren narrative Repräsentation.“1)

Die Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941, eine Volkszählung des deutschen Okkupanten in Luxemburg mit Zusatzfragen zu Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit, ist eines der bekanntesten historischen Ereignisse in der Luxemburger Zeitgeschichte. Bis heute ist sie mit dem Streik gegen die Zwangsrekrutierung von August/September 1942 fester Bestandteil der Erinnerungskultur und Geschichtsschreibung. Interessanterweise hat bis jetzt niemand die Personenstandsaufnahme selbst analysiert, genauer gesagt die als Stichprobe eingesammelten Zählkarten, bei denen angeblich fast 100% der befragten Luxemburger mit „3 x Lëtzebuerg“ geantwortet hätten, Zählkarten, die seit Ende April 2024 online im Inventar des Fonds „Chef der Zivilverwaltung“ im Nationalarchiv zu finden sind. Diese Prozentsätze wurden zuerst von den Resistenzorganisationen – ein erstes Flugblatt von Ende Oktober 1941 spricht von 95% – und von der Exilregierung – im ersten Luxembourg Bulletin von Juli 1942 geht die Rede von 97-98% – verbreitet und jahrzehntelang von niemandem ernsthaft infrage gestellt. In einer Folge von zwei Artikeln von Philippe Blasen und Denis Scuto werden sowohl der historische Kontext und Entstehungszusammenhang umrissen als – zum ersten Mal – eine teilweise Auswertung der Personenstandsaufnahme (Stichprobe des „Kreises Esch/Alzig“) vorgenommen. Besonders zwei Aspekte sollen hier beleuchtet werden: 1. Worum ging es der deutschen Zivilverwaltung bei der Personenstandsaufnahme? 2. Wie waren die tatsächlichen Prozentsätze der Stichprobe, was Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit betrifft? „Kultur- und epochenübergreifend hat ,Geschichte‘ immer eine doppelte Bedeutung: Einmal meint sie ein zeitlich geordnetes Geschehen (res gestae, ,Geschichte‘) in der Vergangenheit. Untrennbar davon meint ,Geschichte‘ zum anderen den Bericht über dieses Geschehen, in dem seine Bedeutung für die menschliche Selbst- und Weltdeutung entfaltet wird. Im ersteren Falle geht es um eine Zeitfolge von Ereignissen, im zweiten um deren narrative Repräsentation.“1)

 

 

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