Nachgefragt
Die Menschen in Luxemburg-Stadt wünschen sich friedliche Proteste
Wieder gab es am Samstag in Luxemburg einen unangemeldeten Protest gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Ein Teil der Demonstranten zog dabei durch die Innenstadt und bewegte sich demnach außerhalb der zugewiesenen Protestzone. Gespräche mit Geschäftsleuten und Bürgern der Stadt zeigen: Manche haben Verständnis für die Demonstrationen, unter der Bedingung, dass diese friedlich verlaufen. Andere sind hingegen genervt oder richtig wütend.
Erneut wurde am Samstag unter anderem am Royal Hamilius in Luxemburg-Stadt demonstriert. Dort lösten sich Protestler aus der Gruppe, um durch die Innenstadt zu ziehen. Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Nur wenige Menschen sind am späten Montagmorgen in der Hauptstadt unterwegs. Erst gegen 12 Uhr füllt sich die „Groussgaass“ mit Arbeitern, Büroangestellten oder Schülern, die sich während der Mittagspause schnell etwas zu essen holen. Es ist ruhig in Luxemburg-Stadt. Am Wochenende sah das anders aus: Denn am Samstag lösten sich aus einer nicht angemeldeten Demonstration Teilnehmer und zogen außerhalb der zugewiesenen Protestzone durch das Stadtzentrum. Manche von ihnen waren vermummt, trugen Fahnen mit dem Anarchie-Zeichen und riefen immer wieder, dass man sich prügeln wolle.