Ab dem 2. November

Die „Maison médicale du Nord“ in Ettelbrück bekommt einen neuen Standort

Die medizinische Anlaufstelle zieht innerhalb von Ettelbrück um. Am neuen Standort gibt es zudem ein neues Vorsorgeangebot.

Die „Maison médicale du Nord“ zieht um

Die „Maison médicale du Nord“ zieht um Symbolfoto: Editpress/Julien Garroy

Die „Maison médicale du Nord“ bekommt ein neues Zuhause. Das Gesundheitszentrum bleibt zwar in Ettelbrück, verlässt jedoch die avenue Lucien Salentiny. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilt, empfängt die medizinische Anlaufstelle Patienten ab Montag, 2. November, unter der Adresse 63, avenue des Alliés in L-9012 Ettelbrück. Bis einschließlich den 1. November bleibt die Einrichtung unter ihrer derzeitigen Anschrift zu den üblichen Öffnungszeiten geöffnet.

Neues Screening auf Cholesterin

Mit dem neuen Standort kommt auch ein neuer Service: Ab dem 26. November können sich Patienten in der „Maison médicale du Nord“ einer Vorsorgeuntersuchung auf familiäre Hypercholesterinämie unterziehen.

Die Untersuchungen finden in Ettelbrück zu den folgenden Zeiten statt:

  • donnerstags und samstags jeweils von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 17 Uhr,
  • freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr.

Termine können über MyGuichet.lu vereinbart werden.

Was ist familiäre Hypercholesterinämie?

Familiäre Hypercholesterinämie zählt laut dem Gesundheitsportal SanteSecu zu den häufigsten erblichen Krankheiten. Sie verursacht einen hohen Cholesterinspiegel im Blut, insbesondere beim LDL-Wert („Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin“) – dem sogenannten „schlechten Cholesterin“.

Bleibt die Krankheit langfristig unbehandelt, lagert sich Cholesterin an den Wänden der Blutgefäße ab, wodurch sich diese verengen. Betroffene leiden unter einem erhöhten Risiko, bereits zwischen 20 und 40 Jahren Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu erleiden.

Wird die Krankheit früh erkannt, ist eine medikamentöse Behandlung möglich. Die Medikamente senken den Cholesterinspiegel und können bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie frühzeitigen Todesfällen helfen. Laut SanteSecu erhalten aktuell nur rund zehn Prozent der Betroffenen eine Diagnose und Behandlung.

Drei „maisons médicales“ in Luxemburg

Luxemburg verfügt über insgesamt drei ärztliche Notdienststellen. Neben dem Standort in Ettelbrück befinden sich zwei weitere in Luxemburg-Stadt (23, Val Fleuri, L-1526 Luxemburg) und Belval (3-5, avenue du Swing, L-4367 Beles). Diese sind unter der Woche jeweils von 20 Uhr bis Mitternacht geöffnet. An Wochenenden und Feiertagen empfangen sie Patienten von 8 Uhr bis Mitternacht. (les)

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