Kino
Die Arbeiten von Taylor Sheridan: Spiel mir das Lied vom Neo-Western
Mit der mittlerweile fünften Ausgabe von „Yellowstone“ ist die populäre Neo-Western-Serie unter der Feder Taylor Sheridans in ihrem letzten Erzählabschnitt angelangt. Sie zeugt davon, dass der Western noch lange nicht vergessen ist.
Im gegenwärtigen amerikanischen Film- und Fernsehbetrieb hat Taylor Sheridan den Neo-Western inhaltlich und formal geprägt Foto: Getty Images via AFP
Seine Ikonografie ist unvergessen: weite Prärien, massive Bergketten, ein Gefühl für die unendliche Freiheit, die bis heute den amerikanischen Traum von den unbegrenzten Möglichkeiten nährt: der Western. Sein Heldenmythos entwickelte sich entlang der Grenze, dem Zug gen Westen; ein Bild von Männlichkeit wohnte dem Genre immer schon inne, eine Virilität, die sich durch Taten manifestiert. Der Western erzählt vom Kampf um die Etablierung des Gesetzes in einem noch wilden Land. Oft totgesagt, lebt der Western bis heute und wirkt mit seiner Formensprache auf das Kino der Gegenwart.