Budget Esch
Die Alzettestraße als Streitthema: Zu früh, zu spät oder gar nicht?
7 Stunden und 45 Minuten dauerte die Haushaltsdebatte am Freitag im Escher Gemeinderat, wobei über weite Strecken durchaus sachlich diskutiert wurde. Am Ende waren sich die schwarz-blau-grüne Mehrheit und die Opposition erwartungsgemäß dennoch nicht einig. Gegen die Stimmen von LSAP, „déi Lénk“ und ADR wurden die Haushalte des Jahres 2024 und 2025 angenommen.
Fast acht Stunden lang wurde am Freitag im Escher Gemeinderat debattiert Foto: Editpress/Julien Garroy
Kritik gab es von der Opposition in erster Linie wegen des geringen Prozentsatzes an realisierten Projekten, den fehlenden Investitionen in die Straßenrenovierung und der Kulturpolitik. „Ankündigungspolitik“ warf zum Beispiel LSAP-Fraktionssprecher Steve Faltz dem Schöffenrat vor. Der massive Unterschied zwischen den Versprechen an die Bürger und den realisierten Projekten habe nichts mit guter und seriöser Haushaltspolitik zu tun, so Faltz. Während andere Gemeinden 75 Prozent der Projekte in den Haushaltsentwürfen auch umsetzten, sei man in Esch bei einem Prozentsatz von 45. Der Wähler würde so hinters Licht geführt, sagte Faltz.