Aktionstag am 28. Februar
Diagnose Leukämie: Eine Luxemburger Eisprinzessin braucht Hilfe
Die 15-jährige Eisläuferin Caroline leidet an einer aggressiven Form von Leukämie. Helfen könnte ihr eine Stammzellenspende. Dafür organisiert ihr Eissportverein am Samstag einen Typisierungstag. Jeder im Alter zwischen 16 und 55 Jahren kann sich registrieren.
Caroline will so schnell wie möglich wieder beim „Club hiversport patinage Luxembourg“ auflaufen Foto: Pascal Berg
Normalerweise schwebt sie in der Sporthalle Kockelscheuer übers Eis. Doch ein paar Wochen nach einem Eiskunstlauf-Grand-Prix in Riga verändert eine Diagnose ihr Leben. Eine aggressive Form von Leukämie. Aber die 15-jährige Caroline sagt der Krankheit den Kampf an.
Aussicht auf Heilung der Blutkrebserkrankung bietet eine Stammzelltransplantation, wie es bei der Stefan-Morsch-Stiftung heißt. Die deutsche Stammzellspenderdatei arbeitet eng mit dem „Plooschter Projet“ aus Luxemburg zusammen. Ihr gemeinsames Ziel: So viele Leute wie möglich dazu zu bringen, sich als Stammzellspender zu registrieren.
„Sie ist ein Kind, das leben möchte und Hoffnung hat, gesund zu werden“, sagt Mady Elvinger-Werner im Gespräch mit dem Tageblatt. Sie ist die Präsidentin von Carolines Eislaufverein, dem „Club hiversport patinage Luxembourg“. Der Club und das „Plooschter Projet“ rufen deshalb zu einer „Typisierungsaktion“ auf. Menschen, die helfen wollen, geben dabei eine Probe. Über diese werden genetische Gewebemerkmale bestimmt – sie müssen laut Stefan-Morsch-Stiftung bei Stammzellenspender und -empfänger übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender zu finden, liegt bei eins zu einer Million, wie es beim „Plooschter Projet“ heißt.
Große Typisierungsaktion am Samstag
Möglichst viele Menschen sollen deshalb zur großen Typisierungsaktion am Samstag in der Victor-Hugo-Halle auf dem Limpertsberg in Luxemburg-Stadt kommen. Jeder im Alter zwischen 16 und 55 Jahren darf mitmachen, Minderjährige müssen eine Einverständniserklärung von ihren Eltern vorlegen. Von 10 bis 18 Uhr helfen Krankenschwestern und freiwillige Helfer dort bei der Registrierung.
Sie ist ein Kind, das leben möchte und Hoffnung hat, gesund zu werden
Mady Elvinger-Werner
Aufgerufen sind laut Mady Elvinger-Werner Menschen aus der ganzen Großregion. Wer in Luxemburg oder Deutschland wohnt oder die luxemburgische Nationalität besitzt, kann direkt zur Victor-Hugo-Halle kommen. Menschen aus Frankreich oder Belgien mögen sich in ihren Wohnsitzländern an die verantwortlichen Anlaufstellen wenden. In den vergangenen zehn Jahren hat „Plooschter Projet“ über 120 Menschen gerettet.
„Es ist schön zu sehen, dass für ein solch kleines Land doch so viel möglich ist“, sagt Mady Elvinger-Werner. Sie ist berührt von dem Zusammenhalt und der Solidarität. Sie freut sie sich, dass das Thema die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Auch Luxemburgs Sportwelt versucht, Caroline zu unterstützen. Ob Radfahrerin Marie Schreiber, Athletin Patrizia van der Weken oder Paralympian Tom Habscheid: Auf den sozialen Netzwerken rufen sie dazu auf, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen.
„Es geht um Hoffnung und Solidarität“, sagt Mady Elvinger-Werner. „Wir würden uns freuen, wenn nach diesem Tag mindestens ein Leben damit gerettet wird.“
Lass dich testen
Datum: Samstag, 28. Februar
Standort: Victor-Hugo-Halle, Limpertsberg
Uhrzeit: von 10 bis 18 Uhr
Weitere Aktionen
Am 13. bis 15. März findet in der Sporthalle Kockelscheuer die „Coupe de Printemps“ statt. Nachmittags wird die Eislaufbahn im Namen der Solidarität des gesamten „Club hiversport patinage Luxembourg“ für Caroline in Pink leuchten. Präsidentin Mady Elvinger-Werner: „Es ist nicht nur ein Verein für sie, es ist wie eine zweite Familie.“
Die dreitägige ISU-Competition bringt internationale Läufer aus Japan, Amerika und der ganzen Welt zusammen. Große Namen wie Brian Orser werden an dem Tag auch vor Ort sein.