Literatur
Deutscher Buchpreis geht an Tonio Schachinger für „Echtzeitalter“
Das Buch erzählt vom Leben eines Jugendlichen auf einem elitären Internat und in der virtuellen Gaming-Welt. Für seinen Roman „Echtzeitalter“ erhält Tonio Schachinger jetzt den Deutschen Buchpreis. Es war bereits sein zweiter Anlauf.
Der Preis für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres wird jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse vergeben Foto: dpa/Arne Dedert
Auf den ersten Blick sei „Echtzeitalter“ ein Schulroman, befindet die Jury. Auf den zweiten viel mehr als das. Und tatsächlich: Das Buch von Tonio Schachinger ist eine einfühlsame Coming-of-Age-Geschichte, ein mit Ironie gespickter Gegenwartsroman und eine souverän erzählte Gesellschaftsanalyse. Recht souverän wirkt Schachinger auch, als bekannt gegeben wird, dass sein jüngstes Werk mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wird. Unter Jubel und Applaus nimmt der österreichische Schriftsteller am Montagabend im Kaisersaal des Frankfurter Römer die Auszeichnung entgegen. „Ich freue mich sehr darüber. Vielleicht merkt man es mir nicht ganz so an. Aber es ist wirklich so.“