Wetterbilanz

Der Winter war warm und trocken

Der vergangene Winter war wärmer und trockener als der klimatische Referenzwert von 1991 bis 2020. Demnach wartet die Landwirtschaft auf neuen Regen.

Schneebedeckte Landschaft in Luxemburg, seltenes Winterphänomen mit weißem Schnee und klarem Himmel

Schnee, ein inzwischen schon eher seltenes Phänomen in Luxemburg Foto: Frank Molter/dpa

Der Winter im Rückblick: Der Wetterdienst der ASTA (AgriMeteo), Meteolux und die Wasserwirtschaftsverwaltung haben am Montag einen Rückblick auf das Wetter des vergangenen Winters veröffentlicht. In einer Pressemitteilung vom Montag halten die Dienste fest, dass generell ein warmer und trockener Winter mit monatlichen Schwankungen hinter uns liegt.

Temperaturen im Winter 2025/2026

Die durchschnittliche Temperatur des Winters 2025/2026 lag über dem klimatischen Mittelwert von 2,2 Grad aus den Referenzjahren von 1991 bis 2020. Das Ende des Jahres 2025 habe sich vor allem durch milde Temperaturen ausgezeichnet. Im Gegensatz dazu hätten die Wetterdienste zum Jahresbeginn 2026 eine leichte Abkühlung verzeichnet, die sich in verschiedenen Regionen nahe oder sogar leicht unter den Normwerten bewegte. Im Februar stiegen die Temperaturen erneut über den saisonalen Normalwert.

Der Dezember zeichnete sich durch einen allgemeinen Niederschlagsmangel aus, wie aus dem Schreiben hervorgeht. Auch der Januar blieb in den meisten Regionen eher trocken – mit Ausnahme von Remich, wo sogar ein leichter Niederschlagsüberschuss gemessen wurde. Für den Februar verzeichnen die Wetterdienste ergiebigere Niederschläge. So wurde etwa in Asselborn ein Überschuss von 78 Prozent (47,4 mm) gemessen. Nennenswerte Überschwemmungen habe es hingegen nicht gegeben. Lediglich entlang der Mosel sei es zu lokal sehr begrenzten Überschwemmungen gekommen.

Auswirkungen auf die Landwirtschaft

Generell haben sich die Winterkulturen gut entwickelt, heißt es in der Pressemitteilung. Dennoch sei es aufgrund der Staunässe im Gutland zu lokalen Schäden gekommen. Besonders die Wintergersten seien davon betroffen.

Etliche Felder konnten noch nicht gegen Unkraut behandelt werden, heißt es weiter. Diese Maßnahmen müssten jedoch zeitnah nachgeholt werden. Anders als im Ösling müssen die Landwirte im Gutland noch auf eine trockene Periode warten.

Die Lage des Gemüseanbaus bleibe stabil, allerdings seien weitere Niederschläge nötig, um die Wasserreserven aufzufüllen. Auch die Weinberge weisen ein Wasserdefizit auf, geht aus dem Bericht hervor.

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