Tier des Tages
Der Waldkauz: Ein vertrauter Ruf unserer Wälder
Gemeinsam mit dem „Centre de soins pour la faune sauvage“ stellt das Tageblatt während der Sommerferien heimische Wildtiere vor und zeigt, wie verletzte oder geschwächte Tiere in der Pflegestation versorgt werden. Heute geht es um den Waldkauz.
Waldkäuze gehören zu den Höhlenbrütern und nutzen bevorzugt Baumhöhlen oder Felsspalten, um ihre Brut zu schützen Foto: Centre de soins pour la faune sauvage
Der Ruf des Waldkauzes ist in der Volksmythologie oft mit kalten, unheimlichen Winternächten verbunden. Das kommt nicht von ungefähr: Der Waldkauz ist in ganz Europa verbreitet und überwiegend nachtaktiv. Der bekannte Ruf stammt vom Männchen und dient vor allem der Revierabgrenzung im Winter.
Waldkäuze gehören zu den Höhlenbrütern und nutzen bevorzugt Baumhöhlen oder Felsspalten, wo sie ihre Brut vor Fressfeinden schützen. Sie sind relativ große Eulen und erreichen eine Körperlänge von bis zu 40 cm sowie eine Flügelspannweite von etwa 90 cm. Ihr braun-graues Gefieder bietet eine hervorragende Tarnung, da es an Baumrinde erinnert.
Sie leben in Wäldern sowie in strukturreichen Landschaften und jagen dort vor allem Mäuse, gelegentlich auch kleinere Vögel. Vereinzelt sind sie sogar in städtischen Parks anzutreffen. In Luxemburg gilt der Waldkauz als nicht bedroht; der Bestand wird auf 300 bis 500 Brutpaare geschätzt. Dies zeigt sich auch in der Bilanz unserer Wildtierstation, die 2025 insgesamt zwölf Waldkäuze aufgenommen hat.