Online lernen

Das luxemburgische Duolingo: Die Plattform LLO soll es ermöglichen

Die Online-Plattform LLO soll das autonome Lernen und die sprachliche Integration der Menschen in Luxemburg fördern.

Studenten lernen Luxemburgisch im Institut National des Langues mit über 3000 Einschreibungen pro Semester

Das „Institut national des langues“ zählt mehr als 3.000 Einschreibungen für Luxemburgisch-Kurse pro Semester Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Wer Luxemburgisch online lernen möchte, schaut bei herkömmlichen Plattformen wie Duolingo oder Babbel in die Röhre. Eine öffentliche Initiative soll Abhilfe schaffen. 2017 hat das „Institut national des langues Luxembourg“ (INLL) das Projekt „LLO“ („Léier Lëtzebuergesch online“) ins Leben gerufen. Die kostenlose Online-Plattform LLO.lu wurde im Jahr 2022 gegründet, um die sprachliche Integration zu fördern. Sie ist in erster Linie eine Ergänzung zum Präsenzunterricht. Aber wie wird sie genutzt? Der Piratenabgeordnete Sven Clement geht dieser Frage in seiner parlamentarischen Anfrage nach.

Die webbasierte Plattform LLO ist für jeden weltweit zugänglich und ermöglicht es, autonom in die luxemburgische Sprache einzutauchen. Laut Bildungsminister Claude Meisch (DP) und Kulturminister Eric Thill (DP) haben sich seit dem Launch 114.995 Personen eingeschrieben und 38.848 sind aktuell aktiv, wie aus ihrer Antwort hervorgeht.

Praxisnahe Übungen

Die Plattform ermöglicht es, einem gezielten Kursschema zu folgen oder individuell das Vokabular und die Grammatik anhand verschiedener Themenfelder zu lernen – zum Beispiel über eine Einkaufstour. Eine integrierte Kulturrubrik bietet einen Überblick über Feiertage, Tourismus oder auch Medien in Luxemburg. Insgesamt hätten 1.395 Lernende bislang alle Stufen abgeschlossen. Aufgrund der Popularität der App wurde im Juli 2025 eine neue Lernstufe hinzugefügt: das Niveau A1. Dieses richtet sich mit 30 exklusiven Vokabeleinheiten an Neuanfänger der luxemburgischen Sprache. Auf der browserbasierten Plattform haben Anfänger die Möglichkeit, sofort zu beginnen. Dies bietet mehr Flexibilität, gewährt einen unmittelbaren Start.

In diesem Jahr soll eine überarbeitete und mit neuem interaktivem Inhalt gefüllte Version erscheinen, erklären Meisch und Thill in ihrer Antwort. Seit dem 1. Februar ist beispielsweise keine Anmeldung mehr erforderlich, um LLO zu nutzen, so Luc Schmitz, stellvertretender Schulleiter des INLL.

Die Anzahl der neuen Einschreibungen soll stetig steigen und würde damit den Erfolg und das Interesse am Lernen der luxemburgischen Sprache bestätigen. Die Plattform bietet auch ein LLO-Tour-Team an, mit dem man in Gruppen online oder in Präsenz gemeinsam Sprachaktivitäten unternimmt. So soll man die Möglichkeit bekommen, andere Nutzer kennenzulernen.

Andere Wege, um Luxemburgisch zu lernen

Das INLL verzeichnet seit Jahren stetig steigendes Interesse an seinen Sprachkursen. An drei Standorten gibt es pro Semester rund 3.000 Einschreibungen für Luxemburgisch. Jährlich sind das 6.000 Schüler nur für Luxemburgisch. Sollte man sich doch noch für eine andere Sprache interessieren, wird man beim INLL fündig. Französisch ist ebenfalls eine heiß begehrte Sprache, für die sich pro Semester 3.300 Personen registrieren.

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