Grenzenlose Kommunikation
Das deutsch-luxemburgische Märchen von der kleinen Grenze, die nicht wusste, wie ihr geschieht
Das ist die Geschichte einer kleinen Grenze in Remich über die tolle Kommunikation in Zeiten von Corona.
Foto: Claude Lenert
Im beschaulichen Winzer-Städtchen Remich lebte einmal eine kleine Grenze. Auf einer Brücke. Dann kam Schengen und die Grenze verlor immer mehr an Bedeutung. Bis alle vergaßen, dass es sie überhaupt noch gab. Jeden Tag überquerten viele Menschen die Brücke in beide Richtungen. Niemand gedachte der Grenze – das machte sie traurig und betrübt schlief sie ein. Dann kam Corona. Und plötzlich gewann sie an Bedeutung. Doch auch das machte sie nicht glücklich. Denn Polizisten beschlossen einfach, die Grenze ganz dichtzumachen. Also, so hatte sich die kleine Grenze das nicht vorgestellt: So ganz geschlossen, ohne hübsches Grenzhäuschen und freundliche Zöllner.