Um- und Ausbau einer geschichtsträchtigen Villa in Diekirch

Das Stadtarchiv nimmt langsam Form an

Vor rund 16 Jahren sprach man in Diekirch von einem Projekt, das aber nie umgesetzt wurde. Die Rede geht von der Villa Conter an der Alexis-Heck-Straße, die als geeigneter Standort für ein Archiv angesehen wurde. Man sprach sogar von einem „Nordstad-Archiv“. Seit dem vergangenen Jahr wird das geschichtsträchtige Gebäude nun um- und ausgebaut und soll später das Diekircher Stadtarchiv sowie eine Bibliothek beherbergen.

Visualisierung des zukünftigen Stadtarchivs mit modernem Architekturdesign und grünen Außenanlagen

So soll das Stadtarchiv später einmal aussehen

Er wolle nicht auf die Gründe eingehen, warum das Projekt „Nordstad-Archiv“ damals gescheitert ist, so Kulturschöffe Paul Bonert vor zwei Jahren gegenüber dem Tageblatt. Er gab uns damals einen Einblick in die neuen Pläne eines Stadtarchivs für die Gemeinde Diekirch und tauchte mit uns in die doch sehr bewegte Geschichte der Villa Conter ein.

Kurz zusammengefasst: Alexis Heck ließ Ende des 19. Jahrhunderts neben seinem „Grand Hôtel des Ardennes“ seine Privaträume errichten. Später wurde die Villa Heck in Villa Conter umgetauft und erhielt in den Jahren 1940-1945 einen traurigen und dunklen Ruf. Die Villa Conter wurde das Gegenstück zur hauptstädtischen Villa Pauly und der Escher Villa Seligmann. Die Gestapo (Geheime Staatspolizei) hatte diese drei Villen übernommen, um dort Hauptquartiere einzurichten.

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