Der Blick nach vorn

Conterner Gemeinderat beschließt finanzielle Hilfen

Der Gemeinderat von Contern ist nach einer Reihe von Rücktritten wieder vollzählig. Am Mittwoch einigten sich die Lokalpolitiker darauf, neue Subventionen zu bewilligen.

Gemeinderäte posieren für Gruppenfoto am Mittwoch, Marco Schmit oben links, Nathalie Schlesser-Coutelier mittig oben

Die Gemeinderäte posierten am Mittwoch für das Gruppenfoto. Marco Schmit befindet sich oben links im Bild, Nathalie Schlesser-Coutelier mittig oben. Foto: Editpress/Georges Sold

Contern hat zwei neue Gemeinderäte. Nachdem die CSV-Politiker Jean-Pierre Di Genova und Marion Zovilé-Braquet sich aus der Politik zurückgezogen hatten, traten Marco Schmit und Nathalie Schlesser-Coutelier deren Nachfolge an. Schmit wurde bei den Gemeindewahlen im Jahr 2023 Zweitletztgewählter der CSV-Liste. Vier Parteikollegen gaben seitdem ihr Amt im Conterner Gemeinderat auf. Die CSV hat dort fünf Sitze.

Am Mittwochabend zeigte der Gemeinderat sich nun wieder vollzählig. Gleich zu Beginn der Sitzung fragte Schmit nach dem Wort. Er freute sich, Mitglied im Gemeinderat geworden zu sein: „Es hat lange gedauert, bis mir die Ehre zuteil wurde. Tatsächlich war ich 1975 zuerst Kandidat.“ Abgesehen vom Wahljahr 1999 habe er bei allen Kommunalwahlen kandidiert, sagte Schmit. Er wolle sich nun für die Interessen der Bürger einsetzen und seine kritische Funktion als Oppositionsmitglied ausüben. Anschließend merkte er an: „So wie es nie in der Presse präzisiert wurde, waren die Mobbingvorwürfe gegen die Bürgermeisterin klar und deutlich nicht gerechtfertigt.“ Bürgermeister Dali Zhu (DP) sagte dazu, das Thema sei genug behandelt worden: „Darauf gehen wir nicht mehr ein und wir sollten nach vorn schauen.“

Auf der Tagesordnung standen unter anderem geringe Anpassungen des allgemeinen Bebauungsplans (PAG) sowie des Teilbebauungsplans (PAP) „Im Medenpoull“. Die Prozedur zum PAP wurde bereits im Jahr 2023 aufgenommen. Aufgrund von Schwierigkeiten in Bezug auf die Hochwassergefahr musste der Plan laut Bürgermeister überarbeitet werden. Der Gemeindearchitekt Tom Schmit erklärte, dass die Häuser nun auf Stelzen gebaut werden: „Unter die Häuser kommen Rückhaltebecken, wo das Hochwasser sich sammeln und langsam absickern kann. Der Überschuss wird über den Kanal abgeleitet.“

Neue Subventionen, alte Fragen

Der Gemeinderat genehmigte einstimmig zwei neue finanzielle Hilfen. Zum einen will die Gemeinde zukünftig die Entfernung der Nester von asiatischen Hornissen unterstützen. Im Haushalt sind dafür laut Schöffe Ari Arrensdorff („déi gréng“) 12.000 Euro vorgesehen. Die Gemeinde werde damit zur zentralen Anlaufstelle. „Die Intervention muss von der Gemeinde organisiert und validiert sein“, sagte Arrensdorff.

Die zweite finanzielle Hilfe betrifft die Förderung von Aufladestationen für Elektrofahrzeuge. „Wir geben zusätzlich zur staatlichen Subvention 50 Prozent hinzu“, sagte Arrensdorff. Für eine einfache Ladestation zahlt die Gemeinde demnach bis zu 300 Euro. Intelligente Stationen werden mit maximal 600 Euro und kollektiv genutzte Stationen mit höchstens 825 Euro bezuschusst.

Am Ende der Sitzung fragte Oppositionsmitglied Yves Loose (CSV) zum wiederholten Male nach dem Verbleib der Schöffenratserklärung. Bürgermeister Zhu entgegnete daraufhin: „Wir finden, dass es wichtig ist, in der Schöffenratserklärung Sachen stehen zu haben, die realistisch sind und die wir umsetzen können.“ Als Beispiel nannte er die alten Pläne zur Gemeinschaftspraxis und zur Apotheke, die schwierig umzusetzen seien. Marc Entringer (CSV) knüpfte später noch einmal an die Kritik von Loose an und fragte nach dem mehrjährigen Haushaltsplan: „Was uns interessiert, ist die Vision, wo ihr als Schöffenrat hinwollt.“ Arrensdorff sagte dazu, dass der Haushalt erst vergangene Woche vom Innenministerium angenommen wurde. Die Fertigstellung des mehrjährigen Plans werde daher noch Zeit in Anspruch nehmen.

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