Luxemburg

Busfahrer beklagen vermehrt Beleidigungen

Auf Nachfrage von Oppositionsmitglied François Benoy („déi gréng“) gab Verkehrsschöffe Patrick Goldschmidt (DP) am Montag weitere Informationen zur Gewalt gegen Busfahrer des hauptstädtischen Verkehrsdienstes AVL.

Hamilius in Luxemburg bei Dämmerung, beleuchtete Gebäude und Straßen am Dienstagabend

Momentaufnahme: der Hamilius am Dienstagabend Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Die Busfahrer der Hauptstadt melden vermehrt aggressives Verhalten im öffentlichen Nahverkehr. Dies antwortete Verkehrsschöffe Patrick Goldschmidt (DP) in der Gemeinderatssitzung am Montag auf Nachfrage von François Benoy („déi gréng“). Benoy berief sich zuvor auf widersprüchliche Aussagen aus der Vergangenheit zu den gemeldeten Fällen beim Busdienst „Autobus de la Ville de Luxembourg“ (AVL). Im April 2023 antwortete ihm Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) noch schriftlich, dass die Fälle physischer Gewalt gegen Busfahrer in den Jahren zuvor um mehr als die Hälfte abgenommen hätten. Dabei nannte sie den Zeitraum von 2019 bis 2022, der insbesondere von Einschränkungen während der Pandemie geprägt war. Am Montag nannte Goldschmidt zwei Fälle physischer Gewalt gegen Busfahrer im Jahr 2021 (Subunternehmen ausgeschlossen). Ein Rückgang um die Hälfte entspräche damit einem einzigen Fall. Gleichzeitig transportierte der AVL eigenen Angaben zufolge im Jahr 2018 rund 40 Millionen Passagiere.

Im Januar 2026 schrieb das Verkehrsministerium in der Antwort auf die parlamentarische Frage Nr. 3350, dass 2025 mit 163 Fällen rund viermal so viele Übergriffe beim AVL gemeldet wurden wie noch 2023 (35). Die Frage dazu kam von den CSV-Abgeordneten Laurent Mosar und Maurice Bauer. Beide sitzen auch im Gemeinderat der Stadt.

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