Lieferdienste im Visier

Behörden stellen bei Kontrolle in Luxemburg-Stadt mehrere Verstöße fest

Bei einer gemeinsamen Kontrolle haben Luxemburgs Behörden 51 Lieferfahrer überprüft. Dabei kamen mehrere Unregelmäßigkeiten ans Licht.

In Luxemburg-Stadt wurden 51 Lebensmittellieferfahrer kontrolliert

In Luxemburg-Stadt wurden 51 Lebensmittellieferfahrer kontrolliert Symbolfoto: Vincent Lescaut/l'Essentiel

Luxemburgs Behörden haben am vergangenen Mittwoch die Arbeitsweise von Essenslieferdiensten in Luxemburg-Stadt genauer unter die Lupe genommen. Bei einer gemeinsamen Kontrolle der Luxemburger Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung (ADA), der Polizei, der Veterinär- und Lebensmittelbehörde (ALVA) und der Arbeits- und Bergbauaufsicht (ITM) wurden insgesamt 51 Lieferfahrer überprüft. Ziel der Aktion war es, „betrügerische Praktiken und Verstöße zu bekämpfen sowie die Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften und faire Arbeitsbedingungen für alle Akteure der Branche zu gewährleisten“, wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Dienstag hervorgeht.

39 der kontrollierten Lieferfahrer waren selbstständig tätig, drei angestellt und neun nutzten ein auf eine andere Person registriertes Lieferkonto. Die Behörden beschlagnahmten mehrere Mobiltelefone für weitere Überprüfungen.

Fehlende Genehmigungen und beschlagnahmte E-Bikes

Sie stellten zudem mehrere Verstöße fest: Drei selbstständige Lieferfahrer hatten keine Niederlassungsgenehmigung, zwei Lebensmittellieferungen wurden wegen Verstößen gegen Kühlketten- oder Hygienevorschriften beschlagnahmt. Zudem stellte die Polizei fünf E-Bikes sicher, weil diese nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprachen. Gegen zwei Drittstaatsangehörige wurden Arbeitsunterbrechungen angeordnet – einer hielt sich illegal im Land auf, der andere hatte keine Arbeitserlaubnis.

Die zuständigen Behörden erstellten mehrere Protokolle und leiteten die erforderlichen verwaltungsrechtlichen und gegebenenfalls gerichtlichen Maßnahmen ein. (les)

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