„Challengers“ von Luca Guadagnino
Begierde auf dem Tennisfeld
Mit „Challengers“ ist der italienische Regisseur Luca Guadagnino zurück auf der großen Leinwand. Der Filmemacher des Begehrens weitet sein Kernthema diesmal auf das Genre des Sportfilms aus, von dem er lediglich die Grundlagen übernimmt.
Die Schuhe der Hauptdarstellerin Zendaya bei der Premiere von „Challengers“ verraten den Schauplatz des Films Foto: AFP/Tiziana Fabi
Die eröffnende Einstellungsverknüpfung lässt keinen Zweifel: Ein Körperkult wird da gefeiert aus Schweiß, straffer Haut, angespannten Muskeln und stechenden, fokussierten Augen. Mit „Challengers“ hat sich Luca Guadagnino augenfällig vom Image des europäischen Arthouse-Kinos wegbewegt. Sein neuer Film orientiert sich ganzheitlich an den Codes des Sportfilms und wartet ferner mit namhaften Stars, vornehmlich Zendaya, auf – doch bei all den Anpassungen an das Hollywood-Kino, die der Film bereithält, hat Guadagnino seine Wurzeln und auch sein zentrales Thema nicht aufgegeben: das menschliche Begehren.