Kassel
Befreiungsschlag für die Documenta? Chefin gibt Posten auf
Auf der Kunstausstellung documenta war ein antisemitisches Kunstwerk gezeigt worden. Die Aufarbeitung verlief schleppend. Nun haben Aufsichtsrat und Gesellschafter durchgegriffen: Es gibt personelle Konsequenzen. Generaldirektorin Sabine Schormann hat nach einer Aufsichtsratssitzung nun ihr Amt niedergelegt.
Die heftig kritisierte Installation „People’s Justice“ des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi wurde erst verhüllt und später abgebaut Foto: Uwe Zucchi/dpa
Der Schritt wurde am Wochenende von Kulturexperten als überfällig und Befreiungsschlag begrüßt. Gleichzeitig wurden die Forderungen nach einer grundlegenden Aufarbeitung der Vorkommnisse erneuert. Nach einem Beschluss von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung soll die Ausstellung nun grundlegend reformiert werden. Dabei sollen externe Experten helfen.