Meisterwerke der Filmgeschichte
„Babel“ ist ein Film über die globalisierte Realität der Gegenwart
Das Tageblatt präsentiert in einer losen Serie Meisterwerke der Filmgeschichte, die 2026 ein Jubiläum feiern – dieses Mal „Babel“ des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu von 2006.
Die Haushälterin Amelia (Adriana Barraza) in der Wüste Foto: IMDb
Eine von Schweiß und Aggressionen dampfende Hundekampfarena. Darin werden hechelnde Vierbeiner aufeinandergehetzt. Bündelweise wechseln schmutzige Geldscheine den Besitzer, manchmal gehen die Herrchen der Kampfhunde auch direkt aufeinander los. Octavio ist einer von ihnen. Von Gael García Bernal gespielt, setzt er in „Amores Perros“ alles daran, mit seinem Rottweiler Cofi so viel Geld einzusacken, dass er mit seiner Schwägerin Susana das Weite suchen kann.
Als einer der Männer Cofi über den Haufen schießt, rammt Octavio ihm sein Klappmesser in die Eingeweide. Dann stürzen er und sein Kumpel zu ihrem Auto und rasen davon. Die Verfolger im Nacken, den wimmernden Hund auf der Rückbank, sehen die beiden nicht auf einen Kleinwagen, der auf sie zusteuert. Dann wird der Blick auf die Anatomie des Unfalls frei. Zu sehen ist ein Haufen aus Blech und blutigen Körpern. Dann kommt der Stadtstreicher Chivo ins Bild, der hilft, einen der Männer aus dem Wagen zu ziehen. Dabei reißt er sich eine Brieftasche und den halbtoten Cofi unter den Nagel.