Justiz
Auftakt im Prozess gegen Roberto Traversini
Es kommt nicht häufig vor, dass sich ein ehemaliger Abgeordneter („déi gréng“) und Ex-Bürgermeister vor Gericht verantworten muss. Entsprechend groß war am Montag das Interesse am ersten Prozesstag im Fall Roberto Traversini.
Tageblatt-Grafikerin Kim Kieffer zeichnete Roberto Traversini während des Prozesses Zeichnung: Kim Kieffer
Im Zentrum des Verfahrens gegen Roberto Traversini stehen mutmaßliche Unregelmäßigkeiten in der kommunalen Verwaltung der Stadt Differdingen sowie bei der Beschäftigungsinitiative CIGL. Konkret wirft die Staatsanwaltschaft dem früheren Bürgermeister vor, während seiner Amtszeit Mitarbeiter des CIGL für private Arbeiten eingesetzt zu haben, ohne diese privat zu entlohnen. Zudem soll ein Praktikant mit der Anfertigung von Plänen für private Zwecke beauftragt worden sein. Ein weiterer Vorwurf betrifft ein Haus, das Traversinis Lebensgefährtin für ein soziales Projekt vermieten wollte. Traversini soll dabei seine politische Position eingesetzt haben, um das Projekt zu unterstützen.