Kritik
Auf dem Dach der Welt – „Le sommet des dieux“ ist der zweite Film von Patrick Imbert
Foto: Archiv
Literatur dient seit Beginn des „septième art“ als zuverlässiger Lieferdienst für filmische Stoffe jeglicher Größenordnung. Comicverfilmungen, meistens als großbudgetierte Superheldenfilme dekliniert, überschwemmen seit Jahren die Kinoleinwände. Immer mal wieder wird sogar das Kinopublikum daran erinnert, dass die Literaturgattung aus Zeichnungen und Sprechblasen sich nicht auf Spandex kostümierte Übermenschen begrenzt. Patrick Imbert hat von seinem ersten zum zweiten abendfüllenden Spielfilm „Le sommet des dieux“ einen ähnlich thematischen Sprung gemacht. Zwar nicht weg von übernatürlichen Superhelden, sondern weg vom Kinderprogramm – der co-inszenierte „Le grand méchant renard et autres contes“ – zur Verfilmung eines japanischen Mangas.