Mosel

Arbeiten an der Schleuse Müden im Zeitplan – Betrieb schon ab 1. Februar? 

In knapp einem Monat soll die bei einem Schiffsunfall beschädigte Schleuse Müden an der Mosel wieder in Betrieb gehen. Vorher ist allerdings noch viel zu tun.

Das Motorschiff „Allegria“ fährt als erstes Schiff nach der Notschleusung aus der Schleuse Müden 

Das Motorschiff „Allegria“ fährt als erstes Schiff nach der Notschleusung aus der Schleuse Müden  Foto: Thomas Frey/dpa

Die Arbeiten an der beschädigten Schleuse Müden (Moselkilometer 37 ab Mündung) laufen weiter im Zeitplan. Nach Abschluss der Notschleusungen vor knapp einer Woche sei die Schleusenkammer trockengelegt worden, sagte Ulrich Zwinge vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Mosel-Saar-Lahn. Nun werde in der Kammer ein Gerüst aufgebaut, um die beschädigten Stellen im Beton sanieren zu können.

Der Aufbau des Gerüstes werde ein paar Tage dauern, sagte Zwinge. Danach müssten zunächst die schadhaften Betonstellen mit Hochdruck-Wasserstrahlern abgetragen werden. Zum Aufbringen und Aushärten des neuen Betons brauche es dann höhere Temperaturen: Daher werde das Gerüst mit einer Plane nach außen abgeschlossen. Zudem würden Heizstrahler aufgestellt.

Schifffahrt auf der Mosel lahmgelegt

Die Schleuse Müden, die einen Hub von 6,50 Metern hat, war bei der Kollision eines Frachtschiffs am 8. Dezember 2024 schwer beschädigt worden. Seitdem ist die Schifffahrt auf der Mosel lahmgelegt. Bis zum 27. Dezember gab es aufwendige Notschleusungen von insgesamt mehr als 70 Schiffen, die seit dem Unfall festlagen, damit diese die Mosel in Richtung Rhein verlassen konnten. 

Ein neues Schleusentor soll am 17. Januar von einem Bauhof in Trier auf ein Schiff verladen und nach Müden gebracht werden, sagte Zwinge. Der Einbau des neuen Tores sei ab dem 25. Januar geplant. Nach Probeläufen soll die Schleuse dann am 1. Februar wieder in den regulären Betrieb gehen. 

Das ist deutlich früher als angenommen: Zuvor waren Experten davon ausgegangen, dass die Sanierungsarbeiten an der Schleuse bis Ende März 2025 dauern könnten. Das hatte bei Unternehmen, die auf die internationale Wasserstraße Mosel angewiesen sind, heftige Kritik ausgelöst. (dpa)

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