Hesperingen

Anzeige gegen Oppositionsmitglieder sorgt für Ärger

Vor zwei Jahren warfen die Oppositionspolitiker dem damaligen Bürgermeister Marc Lies im Rahmen einer Personalaffäre Vetternwirtschaft vor. Sie ernteten dafür gleich zwei Anzeigen. Eine davon war am Freitag Thema im Gemeinderat.

Gemeinderat Stephen de Ron („déi gréng“) kritisiert Einschüchterung der Opposition durch Anzeigen im Gemeinderat

Gemeinderat Stephen de Ron („déi gréng“) kritisierte, dass die Opposition mit Anzeigen eingeschüchtert werde Foto: Editpress/Georges Sold

Der Hesperinger Gemeinderat wurde am Freitagnachmittag von Affären aus der Vergangenheit eingeholt. Auslöser waren Fragen von „déi gréng“ und LSAP zur Personalaffäre, die sich vor zwei Jahren ereignete. Diese hatte offenbar eine private Anzeige der damaligen Kandidatin gegen verschiedene Oppositionsmitglieder zur Folge. Die Anzeige wurde laut Opposition vom Hausanwalt der Gemeinde eingereicht und unterzeichnet. Die Kanzlei des Anwalts erhielt dabei im selben Jahr rund 93 Prozent der kommunalen Rechtskosten.

Die Ereignisse gehen auf Juli 2024 zurück. Hintergrund war die Besetzung der Stelle des Koordinators für den Gemeindepakt („Pacte communal du vivre-ensemble interculturel“). Wie das Tageblatt damals berichtete, wandte sich die Opposition mit einem Beschwerdebrief an Innenminister Léon Gloden (CSV) sowie Familienminister Max Hahn (DP), um Missstände bei der Personalentscheidung aufzudecken. Demnach wurde eine Kandidatin zurückbehalten, die einen familiären Bezug zum damaligen Bürgermeister Marc Lies (CSV) hatte. Gleichzeitig verfügte die Kandidatin weder über das nötige Diplom noch über die nötige Erfahrung. Die Oppositionsmitglieder warfen Lies daher Vetternwirtschaft vor. Kurz darauf annullierte der Innenminister die Personaleinstellung der Gemeinde, da die Kandidatin die Anforderungen nicht erfüllte.

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