Urteil am 12. März
Anwalt von Roberto Traversini fordert Aussetzung der Strafe – oder gemeinnützige Arbeit
Roberto Traversini, dem ehemaligen Bürgermeister von Differdingen, werden vor Gericht mutmaßliche Unregelmäßigkeiten in der Gemeindeverwaltung und bei der Beschäftigungsinitiative CIGL vorgeworfen. Am vierten und letzten Prozesstag nahm sein Anwalt Stellung zu den Anklagepunkten.
Roberto Traversini vor Gericht: „Kein vorsätzliches Fehlverhalten“, so sein Anwalt Grafik: Kim Kieffer
Im Prozess gegen den früheren Bürgermeister und CIGL-Präsidenten Roberto Traversini hat die Staatsanwaltschaft vier Jahre Haft auf Bewährung, eine Geldstrafe und die Aberkennung politischer und ziviler Rechte gefordert. Traversini wird vorgeworfen, seine Mandate missbraucht zu haben, um persönliche Interessen durchzusetzen.
Sein Anwalt, Me Rosario Grasso, wies die Vorwürfe zurück. Er betonte, Traversini habe in seinen öffentlichen Funktionen stets im öffentlichen Interesse gehandelt. Während der Ermittlungen habe er vorbildlich kooperiert, Unterlagen bereitgestellt und alle Fragen beantwortet. Sein Recht, die Aussage zu verweigern, habe er nicht genutzt. Keiner der befragten Zeugen, auch nicht während der Ermittlungen, habe seinen Aussagen widersprochen. Traversini habe nie beabsichtigt, sich selbst zu bereichern oder Angehörige zu bevorzugen, erklärte Grasso. Entscheidungen seien stets nach bestem Wissen für das Allgemeinwohl getroffen worden.