Frauen in der Lokalpolitik

Annie Nickels-Theis: „Ich sage nie wieder nie“

Zwei Mal im Laufe ihrer politischen Karriere sagt Annie Nickels-Theis (54) spontan zuerst „nie“. Beim ersten Mal kommt sie schließlich doch in den Gemeinderat von Burscheid. Und trotz „nie“ für das Amt der Bürgermeisterin ist sie aktuell in der vierten Mandatsperiode.

Annie Nickels-Theis, Bürgermeisterin von Bourscheid, bei der Arbeit in der Lokalpolitik im Gemeindeamt

Für Annie Nickels-Theis, Bürgermeisterin der Landgemeinde Burscheid, geht die Lokalpolitik vor der Nationalpolitik Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Annie Nickels-Theis war und ist nicht nur als Lokalpolitikerin aktiv. Ein Blick auf ihre sonstigen Engagements – Präsidentin der „Femmes chrétiennes-sociales“ (CSF), Vize- und dann Präsidentin des Nationalrats der Frauen (CNFL) – erweckt den Eindruck, hier ist eine Feministin am Werk. Die Zuschreibung lehnt sie für sich ab. „Eine Aktivistin bin ich nicht“, sagt sie, die nie eine Quotenfrau sein wollte und will.

Sie steht auf dem Standpunkt: „Die Leistung muss für sich sprechen.“ Sie weiß, dass die Forderung nach 50 Prozent Frauen in Politik und Entscheidungsgremien immer noch ein Ideal ist. Bei den christlich-sozialen Frauen und beim CNFL wollte sie mit ihrem Engagement die Berührungsängste von Frauen mit Lokalpolitik, der Politik insgesamt, abbauen.

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