„pOpera“ der Fondation EME
Ahmed Kassem, Teilnehmer des Opernprojekts: „Kunst hat die Kraft, Ängste abzubauen“
Das Opernprojekt „pOpera“ der Fondation EME will Menschen verbinden – und das gelingt, wie der Teilnehmer Ahmed Kassem berichtet. Über das Treffen mit einem passionierten Musikfreund aus Syrien.
Stand für „pOpera“ zum ersten Mal auf der Bühne: Ahmed Kassem Foto: Editpress/Claude Lenert
Im Café ist es stickig; Ahmed Kassem wischt sich nach der Begrüßung den Schweiß von der Stirn und verrät lächelnd: Er mag den Sommer nicht. Es fällt leicht, mit dem 43-Jährigen ins Gespräch zu kommen, besonders gern erzählt er von seiner Familie, von der ihn momentan viele Kilometer trennen. „Ich hatte eine schöne Kindheit“, sagt Kassem gleich zu Beginn des Austauschs mit dem Tageblatt. „Und ich war ein guter Schüler … bis zum Gymnasium.“ Er grinst verschmitzt. Kassem wuchs in einer mittelständischen Familie in Syrien auf und ist das jüngste von sieben Geschwistern. Heute ist er selbst Vater von drei Söhnen, die derzeit nicht mit ihm zusammenleben. Eines seiner Kinder wurde nach dem Musiker und Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart benannt – ein erster Hinweis auf Kassems Leidenschaft für Klassik.