Nach LinkedIn-Attacken
AED weist Vorwürfe von Kindy Fritsch zurück
Die Steuerverwaltung AED reagiert auf öffentliche Angriffe des Immobilienpromoters Kindy Fritsch. Sie stellt sich hinter ihre Beamten und behält sich rechtliche Schritte vor.
Kindy Fritsch wechselt in den Angriffsmodus Foto: Alain Rischard/Editpress
Die Steuerverwaltung AED („Administration de l’enregistrement, des domaines et de la TVA“) hat am Dienstag eine Mitteilung veröffentlicht. Darin weist sie Vorwürfe zurück, die der Immobilienpromoter Kindy Fritsch zuvor auf LinkedIn erhoben hatte.
In dem Post inszeniert Fritsch die AED als Täterin und greift den Leiter des Steuerbüros Diekirch an. Über neun Jahre hinweg habe die Verwaltung Dutzende Zwangs- und Gerichtsverfahren gegen ihn und seine Gesellschaften geführt und dabei durchweg verloren: Fünf Gerichtsentscheidungen seien allesamt gegen den Fiskus ausgefallen. Trotzdem seien ein Fonds in Konkurs, Gesellschaften in Liquidation, acht Gebäude mit Hypotheken belegt und sein Privatvermögen angegriffen worden. Zum Schluss kündigt Fritsch eine siebenteilige Serie täglicher „Enthüllungen“ an.
Unbegründet
Die Anschuldigungen seien unbegründet, so die AED. Die Verwaltung stelle sich uneingeschränkt hinter ihre Beamten. Diese übten ihre Aufgaben im strikten Rahmen des Gesetzes und der gerichtlichen Entscheidungen aus. Die interne Organisation beruhe auf einer klaren Aufgabenteilung und einer Trennung der Zuständigkeiten, das garantiere Unparteilichkeit und Unabhängigkeit der getroffenen Entscheidungen.
In einem Rechtsstaat würden Verwaltungs- und Steuerentscheidungen über die vorgesehenen Rechtsmittel angefochten, betont die AED, nicht über persönliche Angriffe auf die zuständigen Beamten. Die Meinungsfreiheit rechtfertige weder die Verbreitung unbegründeter Vorwürfe noch Angriffe auf die Ehre und den Ruf öffentlich Bediensteter. Die Verwaltung behalte sich alle notwendigen Schritte zum Schutz ihrer Beamten und deren Ruf vor. (hat)