Sanem
71-Jähriger stirbt kurz nach Einlieferung ins Gefängnis „Uerschterhaff“
Er stritt sich mit einem Taxifahrer, wurde festgenommen – und dann ins Untersuchungsgefängnis „Uerschterhaff“ gebracht. Wenig später war der 71-Jährige tot.
Ein 71-Jähriger ist kurz nach seiner Ankunft im „Uerschterhaff“ in Sanem gestorben Foto: Editpress/Tania Feller
Ein 71-jähriger Mann ist am Sonntagmorgen im Untersuchungsgefängnis „Uerschterhaff“ in Sanem gestorben, teilt die Justiz am Sonntag in einem Presseschreiben mit. Die genaue Ursache ist unklar, erste Erkenntnisse lassen laut Justiz jedoch keine äußeren Anzeichen erkennen.
Polizeibeamte nahmen den Mann am Sonntagmorgen fest. Er hatte sich mit einem Taxifahrer gestritten. Bei der Kontrolle auf der Wache erkannten die Polizisten, dass eine Fahndung nach dem Mann läuft – wegen einer Zwangsmaßnahme. Eine Zwangsmaßnahme erlaubt es den Beamten, einer Person die Freiheit zu entziehen, um „die Vollstreckung rechtskräftiger Urteile sicherzustellen“, schreibt die Justiz.
Der 71-Jährige wurde deswegen zur Justizvollzugsanstalt „Uerschterhaff“ gebracht. Bei seiner Ankunft gegen 5.31 Uhr stellten die Beamten laut Justiz fest, dass der Mann sich „nicht sehr wohlfühlte“. Er wurde sofort zur Krankenstation gebracht. Trotz medizinischer Versorgung verschlechterte sich laut der Pressemitteilung allerdings sein Zustand. „Der Rettungsdienst wurde angefordert, doch leider erwiesen sich alle Wiederbelebungsversuche als vergeblich, und schließlich wurde der Tod festgestellt“, schreibt die Justiz.
Daraufhin wurde die Staatsanwaltschaft informiert und eine Autopsie durch einen Gerichtsmediziner angeordnet, um die Todesursache zu ermitteln. Auch die Spurensicherung der Kriminalpolizei begab sich vor Ort. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es laut Justiz noch verfrüht, Schlussfolgerungen hinsichtlich der genauen Umstände dieses Todesfalls zu ziehen. Aber: „Die ersten gesammelten Erkenntnisse lassen keine äußeren Anzeichen erkennen, die den Tod erklären könnten.“