Albumtipp

Neues Album „An Eraser And A Maze“: Typisch Modest Mouse

15 Songs, neues Label: Modest Mouse ist mit dem Album „An Eraser And A Maze“ zurück. Die Kurzkritik zur neuen Platte.

Das Cover zum neuen Album „An Eraser And A Maze“

Das Cover zum neuen Album „An Eraser And A Maze“ Quelle: Glacial Pace Recordings

Isaac Brock hatte im Jahr 1993 zusammen mit Bassist Eric Judy und Schlagzeuger Jeremiah Green die Band Modest Mouse gegründet. Zwischen 1996 und 2021 erschienen sieben teils grandiose Alben, die Modest Mouse – neben Built To Spill – zu einer der interessanteren US-Indierock-Bands erhoben. Brock ist heute das einzig verbliebene Gründungsmitglied, nachdem Judy die Band bereits im Jahr 2012 verlassen hatte und Green im Dezember 2022 verstorben war.

Neues Label, 8. Album

Irgendwie sind Modest Mouse in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten. Dabei tourten sie seit 2021 kontinuierlich – allerdings hauptsächlich in Nordamerika und schon gar nicht in der hiesigen Region.

Nach über 20 Jahren bei dem Majorlabel Epic Records sind sie jetzt wieder bei einem Indielabel unter Vertrag. Über Glacial Pace Recordings erschien Mitte Juni ihr achtes Album „An Eraser And A Maze“. Brock hat dieses u.a. mit Jacknife Lee und Suzy Shinn produziert, die zum Teil auch hinterm Mikrofon standen oder ein Instrument zur Hand nahmen.

Klassisches Modest Mouse

Die 15 Songs tragen vom ersten bis zum letzten Ton unverkennbar den Stempel Modest Mouse. Ihr Indierock hat immer etwas Wahnwitziges – in kompositorischer wie gesanglicher Hinsicht. Die Songs drehen so manche Kapriolen (siehe „Life’s A Dream“). Zudem hat Brock eine Stimme wie kein anderer.

Ihr Indierock hat immer etwas Wahnwitziges – in kompositorischer wie gesanglicher Hinsicht

Er singt und sprechsingt, und er schreibt wunderbare Melodien, die im Ohr hängen bleiben. Aktuelle Beispiele wären die Ballade „Remember Yourself“ sowie die Ohrwürmer „Third Side Of The Moon“ und „Look How Far …“. Anfangs mag noch der Eindruck entstehen, dieses Album sei nur besserer Durchschnitt. Doch je öfter man sich die Lieder anhört, desto mehr erschließt sich deren Schönheit.

Rating: 7/10 Punkte

>
0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Flashback

Im Land der verbotenen Bücher: François Truffauts Verfilmung von „Fahrenheit 451“ om Fokus